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«Krattigen ist auf guten Wegen»

Willi Heim blickt zurückDer Finanzexperte Willi Heim hat das Amt des Gemeindepräsidenten in Krattigen ernst

Der geborene Krattiger Willi Heim hat nach der Pensionierung sechs Jahre in der Gemeindebehörde mitgezogen, zwei Jahre als Gemeinderat und vier als Gemeindepräsident. «Mit dem Beruf wäre das in meinem Fall nicht vereinbar gewesen», sieht er sich in seiner Ansicht auch im Nachhinein bestätigt. Er hat als Gemeindepräsident teilweise tage- und gar wochenlang bei schwierigen Problemen nach Lösungen gesucht, hat auch Freude erlebt und nach der Bewältigung schwieriger Aufgaben Genugtuung empfunden. Jetzt zieht er Bilanz, berichtet von Freude, Erfolgen, aber auch von Sorgen und künftigen Aufgaben. Er brauchte Lederhaut Heim hat Probleme angepackt. So hat er eine Vormundschaftsgeschichte mit Veruntreuung aus dem 1993 zu Ende gebracht und auch beim Hotel Bellevue-Bären zeichnet sich eine Lösung ab. Der Geschäftsführer ist ausgezogen, die Türschlösser wurden ausgewechselt und demnächst wird das Betreibungs- und Konkursamt den Besitz einschätzen und verwerten. Aber Willi Heim hat auch schwierige Zeiten durchlebt, als eine Anklage gegen seine Person erhoben wurde und er erst nach vier Monaten die erlösende Nachricht bekam, die alle Anklagepunkte als haltlos abtat. Tourismusbüro ist ein Erfolg Die Integration des Tourismusbüros in die Gemeindeverwaltung ist ein voller Erfolg. Die Angestellten sind motiviert, die interessante Arbeit zu erledigen, können ihre Fremdsprachenkenntnisse anwenden und der zusätzliche Zeitaufwand wurde erfreulicherweise ohne Widerwille in Kauf genommen. «Vieles läuft nebenher», freut sich Heim und die Gäste profitieren erst noch von längeren Öffnungszeiten. Die Arbeiten für die Rechnungsführung der Burgergemeinde und neu das Sekretariat der Schulgemeinde können auf der Gemeindeverwaltung effizient erledigt werden. «Die Gemeinde Krattigen ist auf guten Wegen», so Heim. Der Grundstein für ein sanftes, aber kontinuierliches Wachstum der Gemeinde sei mit der Ortsplanungsrevision gelegt worden. Bald wird mit dem Bau der Erschliessungsstrasse Musterboden begonnen. Vier der sechs Bauparzellen für Einfamilienhäuser sind verkauft und die Burgergemeinde will selber auch bauen. «Die Infrastruktur wie Schule, Kirche, Geschäft und Arzt besteht und Familien mit Kindern sind in Krattigen willkommen. Auch die Frage nach genügend Trinkwasser ist durch den Zusammenschluss mit der Wasserversorgung Aeschi-Spiez gelöst. Ganz besonders freut sich Willi Heim über die gute Finanzlage trotz der überdurchschnittlichen Investitionen und der tiefen Steueranlage von neu 1,69. Er ist für eine autonome Gemeinde, obschon er eine sinnvolle Zusammenarbeit, vorab mit der Gemeinde Aeschi, als sehr sinnvoll erachtet. Es gibt noch Arbeit Heim sieht Aufgaben und Arbeit für den neuen Gemeinderat und seinen Nachfolger als Gemeindepräsident. Das Schulsekretariat muss in die Gemeindeverwaltung integriert werden. Die Zusammenarbeit der Feuerwehr mit Aeschi ist zu regeln. Die SQS-Zertifizierung der Gemeinde muss überprüft und hinterfragt werden. In der 1000-Seelengemeinde Krattigen wäre Parteipolitik verfehlt, beantwortet er eine entsprechende Frage. «Hier gilt es die Ämter mit den besten und fähigsten Leuten zu besetzen», ist er überzeugt. Juristische Kenntnisse, das Erkennen von finanziellen Zusammenhängen, handwerkliches Wissen und viel Gespür seien gefragt. Er habe viel gelernt, will jetzt die Zeit mit seiner Frau Erika etwas ruhiger angehen, sich fit halten, mit dem Hund spazieren und seine Liegenschaft erhalten und pflegen. Und Willi Heim hat sich bereits wieder ein neues «Bürdeli» aufgeladen. Er ist Präsident von Pro Senectute Amt Frutigen. Langweilig wirds ihm also sicher nicht. Rösi Reichen >

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