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Kreative Ideen zur Ortsentwicklung

In Oberdiessbach geht etwas: Seit einem halben Jahr arbeiten rund 50 Bürger im Rahmen des Projekts «Zäme für Oberdiessbach» an der Zukunft der neuen Gemeinde. Nächsten Mittwoch werden erste Resultate präsentiert.

Wohin soll die Gemeinde Oberdiessbach, die in zwei Monaten um den Ortsteil Aeschlen erweitert wird, künftig hinsteuern? Mit dieser Frage beschäftigten sich in den vergangenen sechs Monaten Dutzende von Bürgerinnen und Bürgern. Anlass ist der Ortsentwicklungsprozess «Zäme für Oberdiessbach», der vergangenen April ins Leben gerufen wurde (wir berichteten). Ziel des Projekts ist einerseits, dass die Bürger die Zukunft der auf 1.Januar fusionierenden Ortschaften aktiv mitgestalten können. Andererseits sollen die beiden Ortsteile durch «Zäme für Oberdiessbach» auch langfristig zusammenwachsen und ein Wir-Gefühl entstehen (wir berichteten). Das Projekt wird von über 160 Bürgern unterstützt. Rund 50 von ihnen machen bei «Zäme für Oberdiessbach» aktiv mit und haben in den vergangenen Monaten erste Ideen zur Ortsentwicklung erarbeitet. «Wir orientieren uns dabei an den Wünschen, die von der Bevölkerung in einer Umfrage vergangenen Sommer geäussert wurden», sagt der Medienverantwortliche Hanspeter Schmutz. Themen sind beispielsweise eine bessere Lebensqualität, attraktivere Märkte oder mehr Angebote für Familien und Ältere. Sechs Themen und Teams Um die Wünsche der Bevölkerung umzusetzen, wurden in den vergangenen Monaten sechs Teams gebildet; dies in den Bereichen Standort-Vermarktung, Ortsgestaltung/ Orts- und Verkehrsplanung, Wirtschaft/Kooperation, Gastronomie/Tourismus, Veranstaltungen/Kultur/Märkte/Aktivitäten sowie Soziales/Ökologie/Bildung. «Die Zusammenarbeit war bisher äusserst befruchtend», sagt Hanspeter Schmutz. Dies nicht zuletzt, weil die Teilnehmenden bunt durchmischt seien. «Es machen auch Personen mit, die sich bisher kaum aktiv am Vereinsleben in Oberdiessbach beteiligt haben.» Unkonventionelle Ideen Bei der Ideensammlung liessen die Teams ihrer Kreativität freien Lauf. «In dieser ersten Phase ging es nicht um finanzielle Machbarkeiten», erklärt Hans Rudolf Vogt, Gemeindepräsident und Koordinator des Projekts «Zäme für Oberdiessbach». Die Teilnehmenden sollten vielmehr – ganz der Grundidee des Think Tanks, also einer «Denkfabrik» entsprechend – ohne Einschränkung Ideen entwickeln, darunter auch unkonventionelle. In den letzten Monaten sind so neben Projekten, die sich einfach realisieren lassen, auch solche entstanden, die momentan nur wie Zukunftsmusik klingen. Zur ausgefallenen Sorte gehört beispielsweise eine Drahtseilbahn auf die Haube. Leichter umzusetzen dürfte da wohl das Projekt eines offiziellen Wanderweges der Kiese entlang sein. Verein wird gegründet Ein halbes Jahr nach dem Start des Projekts kommt die Ortsentwicklung nun in die entscheidende Phase. Nächsten Mittwoch, am 25.November, erhält die bisher lose Denk- und Kreativwerkstatt eine offizielle Form: Dann findet die Gründungsversammlung des neuen Vereins «Zäme für Oberdiessbach» statt, an dem die Leiter der sechs Teams auch über den aktuellen Stand der Dinge informieren werden. Mit der Gründung des Vereins geht der bisher von einem spezialisierten Coach begleitete Prozess ganz in die Hände der Oberdiessbacher. «Ab Dienstag ist es am Verein, möglichst viele Projekte umzusetzen», sagt Gemeindepräsident Hans Rudolf Vogt. In den kommenden Monaten werden die Dutzenden von Ideen, die momentan im Raum sind, evaluiert und auf ihre Machbarkeit hin überprüft. Danach geht es ab 2010 an die Umsetzung der ersten Projekte. Lilly Toriola Die Gründungsversammlung des neuen Vereins «Zäme für Oberdiessbach» findet nächsten Mittwoch, 25.November, um 20 Uhr in der Aula der Sekundarschule Oberdiessbach statt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, in den zukünftigen Prozess der Ortsentwicklung einzusteigen. •www.zaeme-fuer-oberdiessbach.ch >

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