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Kunst im Briefmarkenformat

KunstSeit gestern ist sie offiziell in Umlauf: die Sonderbriefmarke der Schweizer Post, gestaltet vom Berner Künstler Thomas Hirschhorn. Sie erscheint in Hinblick auf die Kunstbiennale in Venedig.

«Als ich angefragt wurde, habe ich sofort zugesagt. So kann ich mein Schweizer Image wieder aufpolieren», sagte der Künstler Thomas Hirschhorn gestern anlässlich der Präsentation seiner Briefmarke. Ein mutiger Entscheid der Schweizer Post, jenem Künstler den Gestaltungsauftrag zu vergeben, der 2004 mit einer Anti-Blocher-Ausstellung in Paris für Aufsehen sorgte. Die Sonderbriefmarke erscheint in Hinblick auf die alle zwei Jahre im Juni beginnende Biennale in Venedig, an der Thomas Hirschhorn den Schweizer Pavillon mit seinem Werk «Crystal of Resistance» bespielen wird. Entsprechend steht auch auf der Briefmarke «Art is Resistance», geschrieben mit Kugelschreiber auf ein abgerissenes Stück Karton und versehen mit einem «I love»-Kleber. So kommt alles, was die Post ausmacht – Papier, Mitteilungen und eine Marke – in Hirschhorns Werk zusammen. «Mit dieser Briefmarke erreiche ich auch das nicht an Kunst interessierte Publikum», sagt Hirschhorn, der als Kind von den Sondermarken des Künstlers Hans Erni beeindruckt war. Den Text «Art is Resistance As Such I love Art» hat er auf Englisch verfasst, «somit habe ich das Viersprachenproblem nicht», bemerkt er. Resistance, also Widerstand, sei in diesem Zusammenhang aber nicht nur politisch zu verstehen: «Kunst ist Widerstand an sich.» Stefanie Christ, Livia Flückiger>

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