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Label verursacht Schäden

Zu den geplanten Naturparks Auf das Label Naturpark, das vermehrt Schäden verursacht und Millionen von Steuergelder verschlingt, ist zu verzichten. Es ist sinnvoller, diese Steuergelder in den Gemeinden und auf Bergbauernbetrieben als Beitrag für den Unterhalt der Bergbäche und in das vorhandene Wegnetz zu investieren. Die Gesetze und Verordnungen für die Erhaltung der schützenswerten Lebensräume sind vorhanden. Die Handhabung der Gesetzgebung zu Gunsten des sanften, humanen Tourismus ? wie propagiert wird ? hat Folgen. Es wird mit dem Label Naturpark keine Verbesserungen geben! Einige Beispiele (Auswahl aus vielen) belegen dies. Gemeinde Habkern/Lombachalp: Bis vor wenigen Jahren waren die Alpen im Winterschlaf ungestört. Jetzt wird mit beträchtlichem Aufwand die Schneeräumung der Strasse durchgeführt. Durch das Anbieten von geführten Schneeschuhwanderungen und die Langlaufloipen wird die Ruhe gestört ? der Widerspruch zum Naturpark ist erfüllt. Gemeinde Sigriswil/Justistal: Verträumt im Winterschlaf, wohltuende Stille für Tier und Mensch ist vorbei. Der tagelange Motorlärm vom Pistenfahrzeug für die Langlaufloipen und die Schneeräumung sind unvereinbar mit einem Naturpark. Dazu kommt noch ein beträchtlicher finanzieller Aufwand. Gemeinde Sigriswil/Schwanden: mit grossem Aufwand wurde in einem sensiblen, noch einigermassen intakten Naturraum, eine Karte für Orientierungsläufer angefertigt ? kein böses Wort gegen Orientierungsläufer ? doch Grossanlässe mit über 1000 Teilnehmern (ohne Tross) sind in einem Naturgebiet verheerend! Güggisgrat, Bannbezirk Justistal: Die Gleitschirmflieger sind verantwortlich, dass das Wild die Einstandsgebiete panikartig verlassen muss. Das ist Naturpark? Naturpark wird die vorhandenen Entgleisungen nicht korrigieren. Im Gegenteil, die Vorstellung, ein Gebiet intensiver zu vermarkten, würde dazu führen, dass sich noch mehr nicht verantwortbare Störungen einnisten. Ein Wirtschaftsaufschwung, der propagiert wird, wird nicht erfolgen. Es sei denn, die verpufften Millionen von Steuergeldern für eine weitere Aufblähung der Verwaltung wären als Erfolg zu taxieren. Die Vorstellung, sich irgendwie mit einem Naturpark zu profilieren, ist bei den vorhandenen Voraussetzungen nicht der Weg, einen Wirtschaftsaufschwung zu erreichen und die Natur zu erhalten. Deshalb ist ein «Nein» bei allen Gemeindeabstimmungen Pflicht. Dies sollten die Stimmbürger, das Parlament, die Leute von WWF, Pro Natura, und BUWA zur Kenntnis nehmen. Fridolin Beglinger-HariAlt Wildhüter und BergführerSigriswil>

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