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Lauschen und geniessen

Widi FrutigenFormationen aus allen Landesteilen, bunte Trachten und 1200 aufmerksame Besucher trafen sich am grossen Jodlerkonzert der Jodlergruppe Lötschberg

Die Jodlergruppe Lötschberg Frutigen lud zum neunten grossen Jodlerkonzert ein. Gegen 1200 Leute wollten die sechs Formationen – den Jodlerklub Linden, die Kummerbuebe, die Jodlerklubs Raron, Fruttklänge Kerns und Stockberg aus Nesslau, die Kinder der Musikschule unteres Simmental-Kandertal und das Schwyzerörgeliquartett Habkern – hören und sehen. Unter der Leitung von Jürg Domke lockerten die sechs Kummerbuebe aus dem Saanenland den Abend auf. Einmal hätte es an einer Probe nicht ganz rein geklungen. Die Frau eines Jodlers trat ein und meinte: «Ihr seid mir noch Chummerbuebe.» Daher stammt der Name der Formation, berichtete ein Mitglied. Sie bevorzugen lustige Lieder von Jakob Ummel und singen alle im Jodlerklub Bärgfriede Gstaad. Sie arbeiten an Aufnahmen für eine CD, die etwa in einem Jahr erscheinen wird. Die zwei stimmgewaltigen Frauen haben keine Mühe, sich gegen die 23 männlichen Kollegen im Jodlerklub Fruttklänge Kerns zu behaupten. «Für uns ist es eine Ehre, als Gastklub in Frutigen aufzutreten», erklärte Petra Vogler. Ihre Schwester Andrea Rohrer-Rohrer hat drei Naturjutze und drei Lieder komponiert und zwei Lieder an die Jodlermesse beigetragen. Den Freundschaftsjutz und den Geissmattjutz haben sie in Frutigen dargeboten. Besonders begeisterten sie das Publikum mit dem Lied «Kernsermärt», in welchem das volkstümliche Treiben am Anlass lustig geschildert wird. Der Klub schaukelte dazu, zeigte ein Schild mit dem Datum des Markts am ersten Mittwoch im Dezember und warf den (nach dem Markt) leeren Geldsäckel auf den Boden. Positive Reaktionen Eine Frau aus Blumenstein, die volkstümliche Musik liebt, war auch von ihrem dritten Besuch am Jodlerabend in Frutigen begeistert: «Wir kommen gerne mit Freunden hierher, weil wir mehrere, bekannte Formationen hören und sehen können. Es treten die besten Klubs aus verschiedenen Landesteilen auf.» Nicht nur vom Wohlklang her waren das Oberland, Emmental, Wallis, Obwalden und das Toggenburg vertreten, auch die bunten Trachten und verschiedenen Dialekte belebten den Abend und machten ihn zum Genuss. Ruedi Grossen, der Präsident der Jodlergruppe Lötschberg, meinte: «Für die Formationen ist es eine Freude, vor einem interessierten, absolut ruhigen und aufmerksamen Publikum aufzutreten.» Im nächsten Jahr wird am 12.November ein Naturjodelkonzert mit dem Jodelchörli Hüsliberg, den Jodlerklubs Illgau und Habkern, der Jodlergruppe Alpengruess Aeschiried und dem einheimischen Jodlerduett Heidi Klopfenstein/Sonja Briggen durchgeführt. Rösi Reichen>

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