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Leben eines Bad Boys

zur person

Tom Kummer, 1963 in Bern geboren und in der Länggasse aufgewachsen, galt in seiner Jugend als vielversprechendes Tennistalent. Dann zog er aus, um mit dem Feuer zu spielen. Als Künstler mit Namen Tom Skapoda, der in Berlin mit Benzinkanistern und Eis hantierte, und von der US-Starfotografin Nan Goldin als Punk abgelichtet wurde, suchte Kummer nach der grossen Geste. Er fand sie in den Neunzigerjahren als Reporter des Szenemagazins «Tempo», später als Hollywood-Korrespondent und Interviewlieferant für die Magazine des «Tages-Anzeigers» und der «Süddeutschen Zeitung». Im Mai 2000 flog Kummer als Fälscher von Starinterviews auf; die Chefredaktoren Ulf Poschardt und Christian Kämmerling («Süddeutsche»-Magazin) mussten ihre Posten räumen. Bereits 1996 hatte sich Kummer in seinem Buch »Good Morning, Los Angeles» zum sogenannten «Borderline-Journalismus» bekannt. Dieser basiert auf dem «Gonzo-Journalismus» des amerikanischen Schriftstellers Hunter S.Thompson («Fear and Loathing in Las Vegas») und ersetzt Wahrheit durch Fiktion. Kummer unterrichtet heute in Los Angeles «Paddle-Tennis» (eine Art Kleinfeldtennis). Trotz Schreibverbot bei deutschen und Schweizer Verlagen erhielt er immer wieder grössere Reportage-Aufträge , zuletzt 2009 von der Wochenzeitung «WoZ» und dem Berner «Bund». zas >

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