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Liefert Schlamm bald Energie?

HerzogenbuchseeEine Studie soll zeigen, ob es sich lohnt, aus dem Oberaargauer Klärschlamm Wärmeenergie zu gewinnen. Hinter dem Projekt steht der Gemeindeverband der Abwasserregion Wangen-Wiedlisbach.

Jedes Jahr fallen in der Region riesige Mengen an Klärschlamm an. Wie an der Delegiertenversammlung der Klärschlammentsorgung Oberaargau (KSEO) in Herzogenbuchsee bekannt gegeben wurde, waren es letztes Jahr nicht weniger als 20858 Tonnen, rund 3000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Der Schlamm kommt aus den Abwasserreinigungsanlagen Herzogenbuchsee, Wangen, Bannwil und Murgenthal und wird durch die Entsorgung Region Zofingen (Erzo) verbrannt. Um Transportkosten zu sparen, wird der Flüssigschlamm entwässert und der Erzo als Dickschlamm überlassen. Fallen dereinst die Transporte nach Zofingen weg, weil der Klärschlamm in der Region verwertet wird? Eine Studie, vom Gemeindeverband KSEO in Auftrag gegeben, soll nun zeigen, ob der Schlamm gewinnbringend in Wangen verbrannt werden könnte. Die anfallende Energie aus der Wärme würde dann der geplanten Fernwärmeversorgung in der Region Wangen, Walliswil bei Wangen und Umgebung zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis der Studie soll Anfang Juli 2011 auf dem Tisch liegen. Kredit: Einstimmiges Ja Vorerst allerdings braucht der Gemeindeverband der Abwasserregion Wangen-Wiedlisbach (GAWW) für ein paar Monate fremdes Geld. Er steht hinter dem Fernwärmeversorgungs-Projekt, dem alle neun beteiligten Gemeinden bereits zugestimmt haben (wir berichteten). Ein Kredit von 300000 Franken soll es ermöglichen, die Vorarbeiten für die «Fernwärmeversorgung Neubauten 2010/2011» in Wangen an die Hand zu nehmen. Einstimmig beschlossen die KSEO-Delegierten, dem GAWW diesen Kredit zu gewähren. Zuversicht des Präsidenten «Um das Fernwärmeprojekt realisieren zu können, haben wir viel Grundlagenarbeit zu erbringen», sagte Fritz Obi an der Delegiertenversammlung als Präsident der KSEO und des GAWW. «Uns kommt jedoch zugute, dass auch der Kanton die Nutzung erneuerbarer Energien begrüsst und fördert.» Einstimmig genehmigten die Delegierten auch alle weiteren Geschäfte. Hans Käser >

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