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Lockeres Turnier

SchmittenVerlieren erlaubt, heisst es traditionell

Die Maske des Unihockeygoalies ist nicht ganz reglementskonform. Statt eines Helms mit Gitter trägt er einen Skihelm und Skibrille. Als er kurz vor Spielende zwei haltbare Weitschüsse passieren lässt, muss der Goalie nicht lange auf einen bösen Kommentar des Torschützen warten: «Albert, das ist wegen der Skibrille.» Albert ist niemand Geringerer als Grossrat Albert Studer aus St.Ursen, der mit seinen zwei Söhnen und deren Kollegen ein Zweigenerationenteam bildet. Mit dem offiziellen Goaliehelm fühle er sich nicht wohl, weshalb er zu dieser speziellen Ausrüstung gegriffen habe, begründet Albert Studer. Parteiischer Schiri Das ist aber weiter nicht tragisch. Denn am El-Niño-Cup in der Sporthalle Gwatt in Schmitten wird der Plausch gross geschrieben, obwohl keines der 27 teilnehmenden Teams gerne verliert. Da werden die Spielregeln grosszügig ausgelegt, und keiner protestiert, wenn der Schiedsrichter einen schönen Spielzug parteiisch lobt. Das ist ganz im Sinn des Vereins O.S.K.A.R., der den El-Niño-Cup gestern Sonntag zum 13.Mal organisiert hat. Das Turnier soll Familien, Freunden und Kollegen die Möglichkeit geben, sich während der Festtage zu treffen und Sport zu treiben. Oder in den Spielpausen bei einem Jass oder einem Spiel aus der Ludothek gemütlich zusammenzusitzen. Bunt zusammengewürfelt Die Teams sind auf verschiedene Arten zustande gekommen. Bei Albert Studer ist es ein familiärer Kern. Der Athletic Club Murten hat gleich drei Mannschaften gemeldet, alle in der Kategorie Mixed. «So bleiben wir in der trainingsfreien Zeit fit», schmunzelt Patrick Pauchard. Etwas speziell ist das Team um den Düdinger OS-Lehrer Laurent Baeriswyl. Er ist in seiner Equipe mit Abstand der Älteste. Die übrigen sind ehemalige Schüler von ihm. «Die Initiative kam von den Schülern», betont Baeriswyl. Er habe gerne zugesagt, denn sie stammten aus einer tollen ehemaligen Klasse. Das Turnier geht an die Substanz. Insgesamt sechs Spiele à dreissig Minuten absolviert jedes Team, je zweimal Volleyball, Basketball und Unihockey. Da wird gleich das eine oder andere über die Festtage angefutterte Kilo wieder abtrainiert. Sofern nicht in der Kaffeestube gesündigt wird, wo unter anderem eine leckere Schwarzwäldertorte lockt. Für einen guten Zweck Die Teilnehmer schwitzen zudem für einen guten Zweck. Denn der Verein O.S.K.A.R. spendet jedes Jahr die Hälfte des Gewinns, jeweils rund 1000 Franken, an eine wohltätige Institution. Dieses Mal wird der Verein Grossfamilie Sunneblueme in Guschelmuth berücksichtigt. Dieser Verein hat unter der Leitung von Regine Schlaginhaufen zum Ziel, Kinder und Jugendliche mit einem schwierigen Lebenshintergrund aufzunehmen, zu betreuen und zu fördern. Hans Ulrich Schaadwww.verein-oskar.ch>

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