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Lügennetz sorgt für Lachen und Leiden

OberhofenNach monatelanger Probenarbeit bringt die Jugend-Facetten-Bühne Thun dieses Wochenende die Komödie «Tante Jutta us Kalkutta» im Klösterli Oberhofen auf die Bühne. Hans Nägeli lügt, um die reichte Tante auszunehmen, und bringt sich damit in Schwierigkeiten und das

Doktor Hans Nägeli, ein Rechtsanwalt und überzeugter Junggeselle, lebt gern auf grossem Fuss. Ohne die finanzielle Unterstützung seiner reichen Tante Jutta aus Kalkutta könnte er seinen aufwendigen Lebensstil inklusive Butler nicht aufrechterhalten. Um an ihr Geld zu kommen, erfindet er nacheinander «seine Frau», einen Sohn und schliesslich sogar einen gebrechlichen Schwiegervater. Nägelis Taktik geht prima auf. Tante Jutta schickt ihm regelmässig einen grossen Check, damit er seine vermeintliche Familie versorgen kann – bis sie eines Tages vor seiner Tür steht. Wo nimmt er jetzt so schnell eine ganze Familie her? Lohn für lange Proben Schon seit Oktober proben zehn Jugendliche der Jugend-Facetten-Bühne Thun an der Komödie «Tante Jutta us Kalkutta» von Max Reimann und Otto Schwarz. Seit Februar üben sie sogar zweimal wöchentlich. Dieses Wochenende ist es nun endlich so weit und die 15- bis 19-Jährigen bringen das unterhaltsame Stück, in dem jeder nur seine Eigeninteressen verfolgt, im Klösterli Oberhofen dreimal auf die Bühne. «Die Aufführungen sind der Lohn für die monatelange Probenarbeit», sagt Jan Schneider, der Hans Nägeli spielt. «Es ist ein tolles Gefühl, mit den anderen auf der Bühne zu stehen, wenn schliesslich alles läuft.» Dies motiviere ihn, so der 18-Jährige, immer wieder in Theaterproduktionen mitzuwirken. Mit allen Requisiten gespielt Bei der Hauptprobe am Mittwochabend konnten die Jugendlichen erstmals auf der Originalbühne im Klösterli Oberhofen mit den Kulissen, mit allen Requisiten und Schminke spielen. «Einzig einige Details am Bühnenbild fehlen noch», erklärte Regisseur Peter Rüegsegger (65), der langjährige Theatererfahrung hat, die Jugend-Facetten-Bühne aber zum ersten Mal leitet, fast entschuldigend. «Leider hatten wir noch keine Zeit, diese zu besorgen.» Davon war nichts zu merken. Der Probedurchlauf verlief fast reibungslos, ohne grössere Textschnitzer oder Pannen. Richtig «die Sau rauslassen» Die jungen Schauspieler zeigten grosse Bühnenpräsenz, spielten konzentriert, mit viel Engagement, und sie gingen in ihren Rollen auf. Die Freude am Schauspielern war ihnen anzumerken. «Mir macht es viel Spass, den aufbrausenden, unhöflichen Nägeli zu spielen», so Jan Schneider. «In seiner Rolle darf ich einmal wild sein und so richtig die Sau rauslassen.» Dies falle ihm überhaupt nicht schwer. «Am schwierigsten ist, dass ich auf der Bühne nicht lachen darf.» Zu lachen hat das Publikum dafür umso mehr. Das immer grösser werdende Lügennetz von Nägeli und seinen Freunden, um Tante Jutta zu täuschen, führt zu urkomischen Situationen. Als dann auch noch Juttas attraktive Adoptivtochter auftaucht, ist das Durcheinander vollkommen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Wer sich «Tante Jutta us Kalkutta» dieses Wochenende anschauen will, darf auf ein unerwartetes Happy End gespannt sein.Miriam Schild >

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