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Lüthi fährt aufs Podest

Der Tod von Shoya Tomizawa beim GP von San Marino hat Tom Lüthis

Tom Lüthi stieg beim Grand Prix von San Marino zum fünften Mal aufs Podest der Moto2-Klasse. Sein 3.Platz rückte aber in den Hintergrund, nachdem bekannt wurde, dass Dominique Aegerters Teamkollege Shoya Tomizawa (Jap) im Rennen tödlich verunglückt war. Unmittelbar nach dem Rennen hatte auch Aegerter noch Grund zur Freude. Er hatte als 8. sein Saison-Bestresultat egalisiert. Doch wenig später wich die Freude der tiefen Trauer: Der 19-jährige Oberaargauer musste erfahren, dass sein gleichaltriger Teamkollege Shoya Tomizawa ums Leben gekommen war. Das beste Schweizer Moto2-Ergebnis seit Silverstone mit den Plätzen 2 und 9 wurde damit schlagartig zur Randnotiz. Den vierten Sieg in Serie holte sich Toni Elias (Sp). Mit 211 Punkten gegenüber 128 des WM-Zweiten Julian Simon (Sp), der in Misano Zweiter wurde, ist Elias der WM-Titel kaum mehr zu nehmen. Tom Lüthi bleibt mit 124 Punkten WM-Dritter. Einen Tag vor seinem 24.Geburtstag kehrte Lüthi auf die Erfolgsstrasse zurück. Nach drei verpatzten WM-Rennen sorgte der Emmentaler gleich selbst für ein verfrühtes Geschenk. Die Ausgangslage war allerdings alles andere als gut gewesen. In den Trainings waren Elektronikprobleme aufgetaucht, die das Team erst nach einer Zusatzschicht zu lösen vermochte. Lüthi startete deshalb aus Position 15 ins Rennen und war bis zur Rennhälfte nur auf Platz 10 vorgerückt. Doch im zweiten Rennteil wurde der Mut zum Risiko ausbezahlt, denn Lüthi hatte sich für einen Reifentyp entschieden, den er nicht im Warm-up verwendet hatte. «Dieser Entscheid war schon mit viel Risiko verbunden. Am Anfang war dieser Reifen auch nicht optimal, aber am Ende liessen die Reifen der Konkurrenz nach, während ich meine Pace halten konnte.» Aufholjagd in Unfall-Runde Lüthis Aufholjagd begann ausgerechnet in jener verhängnisvollen 12.Runde, die Tomizawa das Leben kosten sollte. Der einige Plätze vor dem Schweizer liegende Japaner rutschte weg und wurde von den unmittelbar hinter ihm fahrenden Alex de Angelis (San Marino) und Scott Redding (Gb) überrollt. Lüthi fand sich danach auf Position 7 wieder und überholte anschliessend einen nach dem anderen, bevor er drei Runden vor Schluss den drittplatzierten Simone Corsi (It) auch noch hinter sich liess. Vom Unfall Tomizawas bekam Lüthi nicht viel mit: «Ich sah die gelben Flaggen, die Gefahr signalisieren, und habe Tempo herausgenommen, damit ich mir die Reifen nicht an einem Trümmerteil kaputt fahre. Nach dem Rennen musste ich gleich zur Podiumszeremonie und habe all die bedrückten Gesichter gesehen. Was passiert ist, überschattet mein Freude über das Podest.» siResultate Seite 18 >

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