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Luft ist zu stark belastet

Das schöne Wetter sorgt auch in Thun zu Überschreitungen der Ozongrenzwerte. Der Gemeinderat ruft die Bevölkerung dazu auf, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und auf luftbelastende

Nur einmal pro Jahr dürfte der Ozongrenzwert überschritten werden. Doch allein seit Anfang Mai war dies in Thun – trotz Schlechtwetterperioden – schon 66 Mal der Fall. Um einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung zu leisten, ruft der Gemeinderat die Bevölkerung deshalb zu umweltgerechtem Verhalten auf. Die Tipps der Stadt So empfiehlt der Gemeinderat, so oft wie möglich zu Fuss zu gehen, mit dem Velo zu fahren oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und unnötige Autofahrten zu vermeiden. Wichtig sei auch, im Stand (z.B. vor Ampeln und Barrieren) den Motor abzustellen, Fahrgemeinschaften zu bilden, Motorräder oder Roller mit Viertaktmotor und Katalysator oder mit Elektromotoren zu verwenden oder lösemittelfreie oder lösemittelarme Produkte (Farben u.ä.) zu verwenden. Weiter empfiehlt der Gemeinderat, im Hobby- und Gartenbereich keine benzinbetriebenen Geräte zu benützen, sondern allenfalls solche mit elektrischem Antrieb. Stadt leistet ihren Beitrag Zur Ozonbildung tragen vor allem die Vorläuferschadstoffe Stickoxide und flüchtige Kohlenwasserstoffe (VOC) bei. Diese entstehen in erheblichem Mass beim motorisierten Verkehr und bei gewerblich-industriellen Tätigkeiten. Die Stadt Thun ist bei ihren eigenen Aktivitäten bestrebt, diese Schadstoffe zu reduzieren. So wurden zum Beispiel in den letzten Jahren konsequent Fahrzeuge mit geringen Emissionen beschafft und bei Gebäudeneubauten und -sanierungen auf tiefen Energieverbrauch und auf schadstoffarme Materialien geachtet. Hohe Belastung hält an Der gesetzliche Ozongrenzwert (Stundenmittelwert) von 120 Mikrogramm/m3 darf eigentlich nur einmal pro Jahr überschritten werden. Die automatische Messstation beim Thuner Pestalozzischulhaus registrierte dieses Jahr jedoch bereits einen maximalen Stundenmittelwert von 143 Mikrogramm/m3 und insgesamt 66 Grenzwertüberschreitungen. Sollte das hochsommerliche Wetter anhalten, und danach sieht es zurzeit aus, so ist weiterhin mit einer erhöhten Ozonbelastung zu rechnen. Ozon kommt zwar natürlicherweise in kleinsten Mengen in unserer Atemluft vor, doch in hohen Konzentrationen gefährdet es die Gesundheit. Das Reizgas ist Hauptbestandteil des Sommersmogs und schädigt die Umwelt. Die Wirkung von Luftschadstoffen verstärkt sich bei starker körperlicher Anstrengung. Deshalb sind starke körperliche Anstrengungen bei hohen Luftbelastungen und grosser Hitze zu vermeiden. pd/don Messwerte von Thun, dazu Hintergrundinfos: www.thun.ch/ozon und www.ozon-info.ch.>

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