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Lumengo unter Beschuss

Nachdem SP-Nationalrat Ricardo Lumengo eingeräumt hat, fremde Wahlzettel ausgefüllt zu haben, wird er hart attackiert.

«Ich habe über 100 rassistische Mails erhalten und an die 10 Anrufe.» Dies sagte der Bieler SP-Nationalrat Ricardo Lumengo der Zeitung «Sonntag». Zwar sei er sich rassistische Reaktionen gewohnt: «Jedes Mal, wenn ich in der Presse bin, erhalte ich rassistische Zuschriften.» Doch mit einer solchen Flut von Hasstiraden habe er nicht gerechnet. «Diesmal sind es schon sehr viele», sagte er. Rücktritt? Der Politiker soll bei National- und Grossratswahlen bis zu 100 Wahlzettel selbst ausgefüllt haben (wir berichteten). Lumengo muss wegen des Verdachts auf Wahlfälschung bei den Grossratswahlen von 2006 im Kanton Bern vor den Strafeinzelrichter. An Rücktritt denkt der gebürtige Angolaner momentan nicht, obwohl ihm dies vor allem vom politischen Gegner nahegelegt wird. Er hoffe, dass die Öffentlichkeit akzeptiere, dass er einen Fehler gemacht habe. Es sei keine Trickserei gewesen. «Das ist ein viel zu hartes Urteil. Ich wollte einfach helfen», sagte Lumengo. Grossrat (Autopartei), alt Nationalrat und ehemaliger Bieler Polizeidirektor Jürg Scherrer sieht das anders: «Herr Lumengo betreibt eine Tränendrüsenpolitik. Wenn er nur ein wenig Charakter hätte, würde er die Konsequenzen ziehen und zurücktreten.» mic >

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