Zum Hauptinhalt springen

Manfred Ammann tritt zurück

Ende Jahr ist Schluss: Oberhofens Gemeindepräsident Manfred Ammann (BDP) gibt sein Amt nach zehn Jahren ab.

Der erste BDP-Gemeindepräsident in der Region Thun gibt Ende Jahr sein Zepter wieder ab. Manfred Ammann hat sich entschlossen, nach zehn Jahren als Oberhofens Oberhaupt den Hut zu nehmen. Dass er nicht das Ende der Legislatur im Dezember 2012 abwartet, hat persönliche Gründe. «Ich werde im Februar 2013 pensioniert», sagt Lehrer Ammann. «Ich möchte dann nicht von 100 auf 0 herunterfahren.» Deshalb habe er entschieden, seine aktive Politkarriere bereits heuer zu beenden. «Es ist kein Schnellschuss» Der Entscheid sei gereift. «Es ist kein Schnellschuss. Ich habe mir die Sache gründlich überlegt.» Der Zeitpunkt erachte er als günstig, so Ammann. So habe unter seiner Ägide einiges zu einem Abschluss gebracht werden können. In diesem Zusammenhang hofft der scheidende Präsident, dass bis Ende Jahr auch der Verkauf des Wendelsee-Areals unter Dach und Fach ist. Ammann wird das Amt des Gemeindepräsidenten zehn Jahre inne gehabt haben, wenn er Ende Jahr abtritt. Vorher sass er bereits vier Jahre im Gemeinderat. Übernommen hatte Ammann das höchste Amt der Gemeinde Oberhofen auf Anfang 2001 von seinem damaligen SVP-Parteikollegen Christian Brönnimann. In zwei Wahlgängen hatte er sich gegen seine Kontrahenten, den Notar Christoph Wirz (parteilos) und den heutigen Finanzvorsteher Heinz Wattinger (FDP), durchgesetzt. Kurz vor den letzten Gemeindewahlen war Ammann der neu gegründeten BDP beigetreten. Auf seine politische Karriere hatte sein Parteiwechsel keinen Einfluss. Es stellte sich Ende 2008 kein Gegenkandidat zur Wahl, weshalb Ammann still im Amt bestätigt wurde. Wer wird Nachfolger? In den nächsten Monaten wird sich das Kandidatenkarrusell tüchtig drehen. Sonja Reichen (FDP) ist aktuell die Stellvertreterin von Ammann. Ob sie das Amt anstrebt, ist noch offen. Da der Gemeindepräsident im Majorzverfahren gewählt wird, kommt es bei mindestens zwei Kandidaturen zu einem Urnengang. Bekleidet ab 2011 einer der aktuellen Gemeinderäte das Amt des Gemeindepräsidenten, dann rutscht der jeweilige Ersatzkandidat auf der Parteiliste in den Gemeinderat nach. Das hat seinen Grund: Da der Gemeinderat im Proporzverfahren bestimmt wird, haben die Parteien Anrecht auf ihre erreichte Sitzzahl. Im Oberhofner Gemeinderat sitzen neben Präsident Ammann je zwei BDP- und FDP-Vertreter, sowie je ein SP- und SVP-Mitglied.Roger Probst >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch