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«Mit dieser Angst muss der Pferdehalter leben»

Vor dem Kreisgericht Aarberg schilderte die Besitzerin der Stute Donnerfee, wie sie die Entführung miterlebt hatte.

«Meine grösste Angst war, dass Donnerfee einem Tierquäler in die Hände gefallen ist», sagte die Besitzerin der preisgekrönten Stute Donnerfee. «Als ich mit der Lösegeldforderung konfrontiert wurde, war ich beinahe erleichtert.» Erleichtert, weil sie auf diese Weise wenigstens davon ausgehen konnte, dass ihre Stute wohlauf sei. Die Besitzerin war immer davon überzeugt, dass die Pferdediebin und die Erpresser unter einer Decke stecken würden. Es müsse einen Drahtzieher im Hintergrund geben, dachte sie. Trotz umfangreicher Ermittlungen gibt es aber keine entsprechenden Hinweise. Die sieben Wochen, in denen sie nicht wusste, ob sie ihre Stute jemals wiedersehen würde, haben sie geprägt. «Manche Dinge fallen mir nicht mehr so leicht wie früher», sagt sie. Die Sicherheitsmassnahmen rund um ihr Haus hat sie erheblich verbessert und sich zudem einen Rottweiler angeschafft, der sie meistens begleitet. Was die Sicherheit der Pferde anbelangt, sind ihr aber die Hände gebunden. «Es gibt kaum eine Möglichkeit, die Ställe zu sichern», sagt sie. Wegen der Brandschutzbestimmungen müssen die Pferdeboxen immer offen sein. Letztlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere vor einem Brand in Sicherheit gebracht werden müssen, viel grösser als die einer Entführung. «Mit der Angst, dass seinem Tier etwas zustossen könnte, muss jeder Pferdehalter leben», sagt Donnerfees Besitzerin. rah>

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