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Mit Humor durch ein langes Leben

ThunstettenHeute kann Alfred Born seinen 100.Geburtstag feiern. Der ehemalige Landwirt wird das so tun, wie er stets gelebt hat: bescheiden und ohne viel Aufheben.

Persönlich will er dem Mann von der Zeitung kein Interview geben. Mit 100 Jahren fängt man schliesslich nichts Neues mehr an. Lieber lässt Alfred Born seine Schwester Hanni sprechen. Die ist erst 91. Und mit ihr, die auch ledig blieb, hat der Jubilar sein ganzes Leben zusammengewohnt. Im Wald fühlt er sich wohl Aufgewachsen ist Alfred Born mit neun Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof im Thunstetter Moos. Später hat er den Hof von seinem Vater übernommen. Daneben arbeitete er als Bannwart im Wald. Die Natur und vor allem der Wald bedeuteten Alfred Born viel, berichtet seine Schwester. Am liebsten sei ihr Bruder «z Holz» gegangen. Ausgeruht hat er sich dann auf dem Bänkli am Waldrand. In den letzten Jahren wollten die Beine nicht mehr recht. Der Geist aber ist noch wach. So gehört es für Alfred Born zur täglichen Gewohnheit, die Zeitung zu lesen. Er interessiert sich für das, was um ihn herum und ebenso in der weiten Welt passiert. Die Welt musste sich der junge Alfred Born in Gedanken ausmalen. In den krisengeschüttelten Dreissigerjahren gab es kaum Möglichkeiten, dem engen Zuhause zu entfliehen und auf Entdeckungsreisen zu gehen. Das grosse Ereignis jener Generation war der «Krieg». Bis heute erzählt Alfred Born gerne von seiner Aktivdienstzeit während des Zweiten Weltkriegs und den gewaltigen Nachtmärschen durch die halbe Schweiz. – Für einen Menschen, der stets gearbeitet und sich bewegt hat, ist es nicht einfach, kürzerzutreten. Schon gar nicht mit Stöcken. «Wir mussten ihm die Leiter verstecken, damit er nicht mehr auf die Bäume steigt», sagt seine Schwester streng. Positive Lebenseinstellung Alfred Born beklagt sich aber nicht über die Mühen des Alters. Die Angehörigen loben seine Zufriedenheit. Ein besonderes Ereignis war für ihn die Geburt seiner Urgrossnichte Jana im November. Auch den Humor hat sich der Hundertjährige bewahrt. So pflegt er, der sein ganzes Leben gearbeitet hat, auf die Frage, wie es ihm gehe, zu antworten: «Danke, gut. Es reicht noch, um der Arbeit auszuweichen.» sae>

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