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«Mord und Totschlag» im Museum

Historisches MuseumDie nächste Wechselausstellung ist den Gewaltverbrechen gewidmet. Sie wird im Herbst eröffnet. Letztes Jahr kamen weniger Besucher als in den Vorjahren.

Die neue Wechselausstellung, die ab 6.Oktober im Historischen Museum präsentiert wird, heisst «Mord und Totschlag – eine Ausstellung über das Leben». Es gehe dabei nicht um eine blutrünstige, sondern um eine lebensbejahende Schau, sagte Direktor Jakob Messerli an der gestrigen Medienorientierung. «Die Ausstellung soll Besucher anregen, sich mit dem Wert des Lebens sowie mit dem eigenen Rechts- und Gerechtigkeitssinn auseinanderzusetzen.» Thematisiert wird das Phänomen Gewaltverbrechen, wobei auch Berner Fälle präsentiert werden. Gezeigt werden auch polizeiliche Asservate, Ausschnitte aus Dokumentar- und Spielfilmen sowie Überreste der Terrorattacken vom 11.11.2001 in New York. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Musée de la Ville de Luxembourg. Jakob Messerli zog gestern auch Bilanz über sein erstes Jahr als Direktor des Historischen Museums. Er trat sein Amt am 1.März 2010 an. «Ich wurde vom Stiftungsrat beauftragt, klare Strukturen zu schaffen und die Museumsaufgaben gleichwertig zu behandeln», sagte Messerli. Dazu gehörten Sammeln und Bewahren, Erschliessen, Dokumentieren, Forschen und Ausstellen. «350000 Objekte nützen uns nichts, wenn sie nicht erschlossen sind.» 2010 seien Arbeiten geleistet worden, die von aussen nicht sichtbar gewesen seien. «Ich denke an den Umzug in den Kubus und an den Transfer der Objekte in neue Depots.» «In Anbetracht der Übergangssituation und der intensiven Arbeiten hinter den Kulissen bin ich mit den Besucherzahlen zufrieden», sagte er. 2010 kamen knapp 81000 Personen. Das ist weit unter der Zahl der beiden Vorjahre: 2008 waren es 155000, 2009 kamen 130500 Besucher. Die Grossausstellungen 2008/ 2009 über Karl den Kühnen, Albrecht von Haller, die Kunst der Kelten sowie das Mittelalterspektakel waren Publikumsmagnete. «Das Ergebnis 2010 ist immerhin das sechstbeste in der Geschichte des Museums», meinte Messerli. Noch bis 13.Februar läuft die Ausstellung «James Cook und die Entdeckung der Südsee». Am 19.Januar, 20.15 Uhr, liest Lukas Hartmann aus seinem Roman «Bis ans Ende der Meere». Die nächste grosse Wechselausstellung werde frühestens 2013 gezeigt, erklärte Direktor Messerli. Das Thema sollen die Pfahlbauer sein. Messerli sagte auch, dass dem Museum in diesem Jahr 600000 Franken weniger zur Verfügung stehen. 2011 erhält das Haus 6,5 Millionen Franken Subventionen, je zu einem Drittel von der Burgergemeinde, dem Kanton sowie der Stadt und den Regionsgemeinden. 2012 (diese Zeitung berichtete darüber) gibts bis 2015 von der Burgergemeinde allerdings einen Zusatzbatzen von jährlich 400000 Franken. Urs Wüthrich>

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