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Mosimann zieht nach Oberwangen

Die Mosimann Holzbau AG aus Köniz kann in Oberwangen neu bauen. Das Volk sagte Ja zum geänderten Nutzungsplan.

Das Resultat fiel sehr klar aus: Mit einem Ja-Anteil von 81 Prozent ebnete das Könizer Stimmvolk gestern der Holzbaufirma Mosimann den Weg für ihren Umzug aus dem Könizer Zentrum ins Wangental. «Ich bin super happy und zufrieden», freut sich Paul Schär, Inhaber der Mosimann Holzbau AG. «Dieses deutliche Ja zeigt mir, dass unser Projekt sehr breit akzeptiert ist.» Schär will auf dem Areal der ehemaligen Sägerei Hofstetter in Oberwangen zwei je 50 Meter lange Produktionshallen bauen. Um diese optimal erschliessen zu können, galt es rund 1300 Quadratmeter Landwirtschaftsland einzuzonen. Dies hat das Volk gutgeheissen. Auch die Gebäudehöhe von 16 Metern sowie die Hallenlänge sind mit dem Ja zum geänderten Nutzungsplan nun abgesegnet. Rund 9 Millionen Franken investiert Paul Schär in den Neubau. Aktuell wird das Areal noch als Autofriedhof benutzt. Nicht gerecht verteilt Die zwei Hallen wird die Mosimann AG nicht alleine nutzen. Auch die Schreinerei Ringeisen aus Bern zieht nach Oberwangen. Eine Halle ist zudem für den Könizer Velofabrikanten Thömus reserviert. «Es ist klar sein Wille, mit der Produktion hierherzukommen», sagt Schär. Noch diesen Herbst will Schär das Baugesuch einreichen. Für Frühling ist der Baustart geplant. Ende 2011 sollen die Hallen dann bezugsbereit sein. Gegen das Projekt wehrte sich die Arbeitsgruppe für Planungsfragen im Wangental (APW). Sie fürchtet, mit der Einzonung sei nun Tür und Tor für weitere Industriezonen im Wangental geöffnet. Das klare Ja überrascht APW-Präsident Markus Moser nicht. Es sei letztlich halt um ein Einzelanliegen eines Ortsteils gegangen. Doch er hofft, dass die Debatte um die Abstimmung für die Anliegen des Wangentals sensibilisiert hat. Moser erwartet, dass im Rahmen der Ortsplanungsrevision ernsthaft über dessen Zukunft diskutiert wird. «Wir fühlen uns oft als Abstellraum der Gemeinde.» Nutzen und Lasten seien unter den Ortsteilen nicht gerecht verteilt. Nicht mehr einzonen Unterstützt hat die Pläne der Mosimann Holzbau AG auch die Gemeinde. Doch für Gemeinderätin Katrin Sedlmayer (SP) ist klar: «Die nächsten 15 bis 20 Jahre wird sich im Wangental nicht viel ändern.» Der Gemeinderat nehme das vom Parlament beschlossene Bauzonenmoratorium ernst. Später könnte es anders aussehen: Im Richtplan für die Zeit ab 2030 schlägt der Gemeinderat vor, neben dem Mosimann-Areal eine ähnlich grosse Fläche als Industrieland vorzusehen. «Als langfristige Option ist das moderat», so Sedlmayer. Es sei auch nur ein Vorschlag. Bei grossem Widerstand werde man ihn streichen. Lucia ProbstDas Resultat: 81 Prozent Ja (7174), 19 Prozent Nein (1669). Stimmbeteiligung 38,3 Prozent. >

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