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Muni flieht vor Metzger

ToffenEin Muni wollte sich nicht einfach schlachten lassen: Beim Ausladen büxte das Tier aus und musste von der Polizei erschossen werden.

Das Todesurteil über den Muni war schon gefällt: Gestern Morgen wurde das zehn Monate alte Tier zur Metzgerei Küng in Toffen zum Schlachten gebracht. Doch beim Ausladen passierte es – der Muni sah eine Lücke und nahm Reissaus. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit habe genügt, sagt Metzger Fritz Küng. Der Muni sei wegen des Transports nervös gewesen: «Es ist ein Natura Beef, die sind es nicht gewohnt, eingesperrt zu werden», so Küng. Das Tier rannte von der Metzgerei im Dorfzentrum Toffen in Richtung Belp. Bei einem Haus änderte es die Richtung und stürmte in eine Werkstatt hinein. Glücklicherweise war niemand in dem Raum, sodass der 450 Kilogramm schwere Muni niemanden verletzen konnte. Er zerstörte einige Gegenstände, dann floh er wieder zur Tür hinaus, Richtung Toffenhohle. In der Zwischenzeit war die Kantonspolizei herbeigerufen worden und beteiligte sich an der Suche. Der Muni war im Wald verschwunden und seinen Verfolgern entwischt. Bei der Toffenhohle tauchte er wieder auf und flüchtete weiter zu einer Weide. Dort erlegten die Polizisten das Tier, «gezielt und mit geeigneten Massnahmen», wie Kantonspolizei-Sprecherin Corinne Müller sagt. Grund für die Erschiessung sei die Sicherheit gewesen. Nach diesem grossen Umweg landete der Muni doch noch im Kühlraum der Metzgerei Küng. Allerdings gibt es wahrscheinlich keine Filets mehr daraus: «Stress schadet dem Fleisch», sagt Küng. Deshalb wird der Muni wohl zu Würsten verarbeitet.ats>

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