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Murat Yakin: «Ich bin gespannt auf die Schlagzeilen»

Murat Yakin sagt, wieso er nach Luzern wechselt, und wie er sich die Zusammenarbeit mit seinem Bruder vorstellt.

Aus welchen Gründen haben Sie sich entschieden, das Angebot des FC Luzern anzunehmen? Murat Yakin: Ich arbeite jetzt seit zwei Jahren in Thun. Im Leben ist das eine kurze Zeit, im Fussball eine ziemlich lange. Wir haben in Thun etwas aufgebaut, und ich habe den Eindruck, meine Aufgabe hier ist erfüllt. Ich fühle mich bereit für eine neue Herausforderung. Ausserdem ist mein Bruder in Luzern, und bald schon zieht der Klub ja in das neue Stadion. In ein neues Stadion hätten Sie auch mit Thun ziehen können. Was entgegnen Sie, wenn gesagt wird, der Schritt von Thun nach Luzern sei ziemlich klein? Diese Aussage habe ich schon gehört, noch bevor ich überhaupt mit Luzern verhandelt habe. Der FC Luzern ist aber nun mal der etwas grössere Klub. Er zieht viele Zuschauer an, und die Mannschaft verfügt über grosses Potenzial. Das hat sie in der Vorrunde bewiesen, als sie Wintermeister wurde. Zu den ganz grossen Klubs im Schweizer Fussball gehört Luzern aber nicht. Wer weiss, plötzlich gelingt uns eine Überraschung, so wie das Dortmund diese Saison in der Bundesliga geschafft hat. Für mich beginnt auf jeden Fall das nächste Kapitel meiner Karriere. Sie haben gestern die Spieler über Ihren bevorstehenden Abgang informiert. War das ein schwieriger Moment? Natürlich. Ich habe mir den Entscheid ja nicht leicht gemacht. Es ging auch nicht um die Finanzen oder so. Das Engagement in Thun war ein wichtiger Schritt für mich, und wir haben ja auch eine rasante Entwicklung erlebt. Haben Sie mit Hakan darüber gesprochen, wie es wird, wenn Sie beide zusammenarbeiten? Ja sicher. Ihm ist bewusst, dass es nicht leichter wird für ihn. Wieso meinen Sie? Wir wissen, dass wir Erwartungen wecken und alle uns genau beobachten. Ich bin schon gespannt auf all die Schlagzeilen, die über uns geschrieben werden. Welche Stellung wird Ihr Bruder in Ihrem Team einnehmen? Er wird ganz einfach einer meiner Spieler sein. Vielleicht halt einer, der ein bisschen speziell ist. Dass alle auf uns schauen, werden wir aber nicht verhindern können. Auch Stürmer Nick Proschwitz wechselt von Thun nach Luzern. Mit ihm hatten Sie zuletzt kein besonders gutes Verhältnis. Möglicherweise tut ihm die Luftveränderung gut. Wir werden sehen, wenn er gut trainiert, sehe ich nicht, wieso es Probleme geben könnte zwischen uns. Unter Umständen qualifiziert sich Thun noch auf Kosten Luzerns für die Europa League. Wie gehen Sie die letzten zwei Saisonspiele an? Ich will einen schönen Abschied aus Thun, dazu bin ich ehrgeizig genug. Zunächst wollen wir am Sonntag unbedingt das letzte Heimspiel im Lachenstadion gegen Bellinzona gewinnen. Was wir zum Abschluss in Zürich herausholen, werden wir sehen. Aber auch die Spieler haben sich ein erfolgreiches Saisonende verdient. Interview: aww>

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