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Musikalische Edelsteine

Mit einem stimmungs-

Mit dem ersten Konzert des sechsteiligen Chopin-Zyklus begann am Freitagabend im Tertianum Bellevue-Park Thun eine Reise durch das Leben des grossen polnischen Komponisten Frédéric Chopin. Der Verein Musik Resonanz begeht damit den 200.Geburtstag Chopins und ehrt den am 1.März 1810 geborenen Künstler. Den Auftakt zur Konzertreihe machte die Pianistin Marianne Walker. Sie interpretierte Stücke aus Chopins Jugendjahren. Junges Genie Bereits im Alter von acht Jahren begann Chopin, inspiriert von der Volksmusik seiner Heimat Polen, mit dem Komponieren. So war auch der Konzertauftakt mit der Polonaise in g-Moll, welche die frühste im Druck erhaltene Komposition Chopins ist, leicht und beschwingt. Ein erster Höhepunkt des Konzertes waren Marianne Walkers Interpretation der Variationen in E-Dur über die Melodie des bekannten Volksliedes «Der Schweizerbub» und das «Rondo à la Mazur» in F-Dur op.5. Dieses Stück gilt als das individuellste Werk des jungen Chopins und wurde von Walker virtuos vorgetragen. Besonders die vielen schnellen Passagen meisterte die Pianistin mit beeindruckender Fingerfertigkeit. Mit kurzen biografischen und werkgeschichtlichen Erläuterungen gelang es Stefan Bodo Würffel, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Freiburg, dem Publikum die Tragweite und Einzigartigkeit des Schaffens Chopins näherzubringen. Als «musikalische Edelsteine» bezeichnete Würffel die letzten Werke des Konzertabends, nämlich die Nocturnes in b-Moll op.9/1 und in Es-Dur op.9/2, welche zu den wohl bekanntesten Kompositionen Chopins gehören. Diesen sehr romantischen und sehnsuchtsvollen Stücken wurde Walker mit ihrem einfühlsamen Spiel gerecht. Reise geht weiter Nach dem stimmungsvollen und gut besuchten Auftakt der Konzertreihe sieht Christoph Zbinden, künstlerischer Leiter des Chopin-Zyklus, bereits erwartungsvoll dem nächsten Konzert entgegen: «Mit Kompositionen aus den Reisejahren des Musikers, vorgetragen von Patrizio Mazzola, verfolgen wir am 26.März im Tertianum Chopins Lebensweg weiter.» Therese Krähenbühl >

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