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Nadja Pieren

Im Bundeshaus war sie schon oft. Allerdings bislang als Zuschauerin auf der Tribüne. «Das Verfolgen politischer Debatten ist für mich fast wie ein Hobby», sagt Nadja Pieren. Jetzt selber im Nationalratssaal zu sitzen, mitzudebattieren und abstimmen zu können, erfüllt die Burgdorferin mit Stolz und Ehrfurcht. Ebenso, dass ihr 92448 Bernerinnen und Berner am 23.Oktober die Stimme gegeben haben. «Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst», sagt Pieren. Die 31-Jährige politisiert für die SVP und hat in den letzten drei Jahren eine steile Karriere hingelegt. Sie schaffte den Sprung von einem lokalen SVP-Vostandsmandat erst in den Grossen Rat und ins Vizepräsidium der SVP Schweiz und nun ins nationale Parlament. Dort will sich die ausgebildete Kleinkindererzieherin und Gründerin und Betriebsleiterin einer privaten Kindertagesstätte für Themen einsetzen, die ihr nahe liegen: für Bildung auf hohem Niveau und gegen die Verstaatlichung der Familie. Als Grossrätin etwa kämpfte sie gegen die Schulharmonisierungsvorlage Harmos, die den Kindergarten ab vier Jahren vorsah. Dass sie für ihre Partei in der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) Einsitz nimmt, kommt Pieren entgegen. Ansonsten hält sich Pieren stramm ans Programm ihrer Partei. Sie setzt sich dafür ein, die Zuwanderung zu begrenzen und die Missstände im Asylbereich zu beheben. Ein EU-Beitritt kommt für Pieren nicht infrage, ebenso ist sie gegen den Verzicht auf Atomenergie. Doch im Nationalrat wird Pieren erst einmal still sein. Während der laufenden Session wolle sie sich an den Ratsbetrieb gewöhnen. Ihre Sitznachbarn Andrea Geissbühler und Walter Wobmann helfen ihr dabei. Und dann muss sich Pieren auch noch mit den Geschäften vertraut machen. Allein dies gibt schon einiges zu tun: Vor Sessionsbeginn schickten ihr die Parlamentsdienste eine Kiste voller Akten nach Hause. Doch lange wird Pieren wohl nicht still sein. Denn eigentlich drängt es sie nach vorn ans Rednerpult. Politisieren, so sagt sie, komme ihr manchmal vor wie Sport: «Erst trainiert man, und dann kommt der Match.» Und trainiert hat die Burgdorferin. Andrea SommerNeu im Rat: Neun Berner Politikerinnen und Politiker sind «Frischlinge» im Nationalrat. Hier erzählen sie, wie sie die ersten Tage im Rat erlebt haben und was sie als Parlamentarier erreichen möchten.>

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