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Nathalie von Siebenthal überlegene Meisterin

langlaufNathalie von Siebenthal (Turbach-Bissen) und Reto Hammer (Zweisimmen) heissen die Sieger bei den BOSV-/SSM-Meisterschaften in Grindelwald. Von Siebenthal deklassierte ihre Konkurrentinnen; Hammers Sieg war hart umkämpft.

Mehr als 30 Sekunden hatte die zweitplatzierte Susi Meinen aus Boltigen auf die überlegene Siegerin Nathalie von Siebenthal auf der 5 Kilometer langen Strecke in Grindelwald eingebüsst. Damit verteidigte die 18-Jährige ihren BOSV-Meistertitel vom Vorjahr. Allerdings ging die Siegerin mit gemischten Gefühlen an den Start. «Derart flache Strecken gehören nicht zu meinen bevorzugten Loipen, trotzdem lief es mir ganz gut, weil ich einen optimalen Ski hatte», freute sich die 18-Jährige, als ihr Sieg in Grindelwald feststand. Momentan ist von Siebenthal noch Mitglied der Kandidatengruppe von Swiss-Ski. Diesen Status beabsichtigt die Siegerin aber bis zum Saisonende zu ändern. «Ich möchte den Sprung in das Swiss-Ski-C-Kader schaffen.» Überzeugt hatte die 18-Jährige bereits in den Dezemberrennen beim Swiss Cup in Campra. Dank dem zweiten Rang über 10 Kilometer klassisch und dem dritten Platz im Skatingsprint stehen die Chancen für eine Promotion ins C-Kader für sie gut. Von Vorteil sei es für die Saanenländerin, dass die Schweizer Meisterschaften ebenfalls in Campra, ihrem Lieblingslanglaufgebiet, stattfinden. Nathalie von Siebenthal absolviert zurzeit das dritten Jahr der Landwirtschaftslehre. Sie wird einmal den elterlichen Hof übernehmen. Vater Christian, früher selbst ein aktiver Langläufer, ist ihr Trainer. Susi Meinen, Berner-Cup-Gesamtsiegerin aus Boltigen, holte sich Meisterschaftssilber. Die drittbeste Tageszeit lief die Ex-Schweizer-Meisterin Brigitte Witschi, mittlerweile über 50 Jahre alt! Die Unverwüstliche lief eine famosen Zeit. Sie hat der über 30 Jahre jüngeren Tatjana Gyger (Zweisimmen), Dritte in der Kategorie U-18/U-20, beinahe 17 Sekunden abgenommen. Spannender Zweikampf Der in der klassischen Technik zu durchlaufende Neuschneekurs in Grindelwald erforderte grosses Wachsgeschick. Wer zu spitz gewachst hatte, konnte den flachen Parcours mit der nötigen Armkraft jedoch stossend bewältigen. So auch Reto Hammer, der mit dieser Lauftechnik Tagesbestzeit aufstellte. «Ich hatte mit hellblauem Trockenwachs kaum Grip und sah mich deshalb genötigt, die gesamten 10 Kilometer zu stossen», sagte der 19-jährige Zweisimmer. Er habe sich gut auf das Meisterschaftsrennen vorbereiten können. Primäres Ziel sei für ihn die Mini-Tour Adelboden, wo er sich Chancen auf einen Spitzenplatz ausrechne. Auch für die Schweizer Meisterschaften von Campra hat sich Hammer viel vorgenommen. «Der dortige technisch schwere Rundkurs behagt mir», sagt der um zwei Jahre ältere Bruder von Simon. Das Sommer-Grundlagentraining sei ideal verlaufen, und in Finnland habe er sich auf Schnee optimal auf die Saison vorbereiten können, schwärmt der Angehörige des Nationalen Leistungszentrums (NLZ) Davos. «Ich habe meine Saison gut geplant und hart trainiert», sagt der BOSV-Kader-Nachwuchsläufer. Lukas Kurt will zurück Lukas Kurt, Vereins- und NLZ-Kollege von Hammer, ist in Grindelwald die zweitschnellste Zeit gelaufen. «Da ich nicht so kräftig gebaut bin, dafür eine gute Motorik besitze, hätte ich einen stark coupierten Parcours bevorzugt», erklärt Kurt. Trotzdem sei er am Ziel erstaunt gewesen, dass er mit der Strecke derart gut zurechtgekommen sei, freut sich der 17-Jährige. Er sei in der Vorsaison nach gutem Beginn krankheitsbedingt in eine negative Formspirale geraten und habe dadurch die Kandidatengruppe von Swiss-Ski leider verlassen müssen. Daher sei sein primäres Ziel für diese Saison, mit guten Resultaten wieder den Sprung in die Kandidatengruppe oder gar ins C-Kader zu schaffen, wünscht sich Kurt. Mit dem zweiten Platz beim Swiss Cup in Campra sind die Chancen für diesen beschwerlichen Weg zurück im Moment gut. «Ich werde vorerst voll auf die Karte Spitzensport setzen und dann Tierarzt studieren», so Kurt. Auch die Geschwister Anna, Patrick und Lea sind begeisterte Langläufer. Peter Russenberger>

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