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Neopac schafft zwölf neue Arbeitsplätze

oberdiessbachNeopac startet mit einer neuen Tubenlinie ins Jahr. Dafür wurden zwölf neue Arbeitsplätze

«Die Tube ist 200 Jahre alt. Sie ist damit eine der ältesten industriellen Verpackungen der Welt», sagt Hans Jordi, CEO von Neopac in Oberdiessbach. Im Vergleich zu anderen Verpackungen gebe es bei Tuben auch nach so langer Zeit immer noch Innovationsmöglichkeiten. Und eine solche Innovation sei die neue Tubenlinie, die Ende 2010 gestartet wurde, so Jordi weiter. Vor allem im Pharma-Bereich Fast 14 Millionen Franken hat das Verpackungsunternehmen Neopac in diese neue Tubenlinie investiert. Mit der neuen Linie werden 60 von insgesamt etwa 420 Millionen Tuben am Standort Oberdiessbach produziert. Aufgrund des Produktionsausbaus konnten 12 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, zusätzlich zu den bereits rund 370 bestehenden. Mit der neuen Anlage werden vor allem Kleintuben für einmalige Anwendungen hergestellt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um pharmazeutische Produkte. Ein Ziel ist es, in Zukunft intravenöse Mikrodosierungen zu ermöglichen, basierend auf der Tubentechnologie. «Bei herkömmlichen Tuben ist dies nicht realisierbar. Man drückt ja einfach auf die Tube und die gewünschte Menge kommt ungefähr heraus», so Jordi. Und dies sei im medizinischen Bereich nicht akzeptabel. Deshalb werden die neuen Tuben dosierbar sein. Obwohl man im Pharmabereich über die herkömmliche Tubenproduktion hinausgehen wolle, werde Neopac auch weiterhin in seine zwei anderen Bereiche – Dental und Kosmetik – investieren. Hygiene wie in einem OP Etwas Besonderes an der neuen Tubenlinie ist vor allem die Produktionsstätte: der Reinraum. Zwar produzierte die Neopac bereits vorher pharmatauglich, doch gelten im neuen Reinraum strengere Hygienevorschriften. Einen Mundschutz zu tragen etwa, ist Standard. «Unsere Hygienemesswerte können mit jenen in Operationssälen mithalten», sagt Jordi. Mit dem neuen Reinraum gehe Neopac auf das Kundenbedürfnis nach neuen Standards in der Hygiene ein, das auch im Kosmetikbereich zunehme, sagt Jordi. Es hängt vom Euro ab «Die Produktionserweiterung ist ein Bekenntnis zum Standort Oberdiessbach. An den glaube ich», so Jordi. Er räumt allerdings ein: «Damit die Produktionsstätte hier auch in Zukunft garantiert werden kann, muss sich der Euro erholen.» Nur dann kann das Unternehmen wieder genügend verdienen, um langfristig in die Zukunft zu investieren. Die Alternative wäre, die Produktion ins billigere Ausland zu verlegen. Sibyl Heissenbüttel>

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