Zum Hauptinhalt springen

Neubau auch ohne eine Fusion?

Keine Fusion der Landi Jungfrau/Frutigen und derjenigen von Reichenbach. Die Gespräche wurden abgebrochen, die Ansichten gingen offenbar zu weit auseinander. Doch das Neubauprojekt in Frutigen wird weiterverfolgt.

«Wir haben die Gespräche nicht weitergeführt. Die Meinungen zur Zukunft gingen zu weit auseinander», erklärt Ueli Stoller, Präsident der Landi Reichenbach. Auf Details ging er jedoch auf Nachfrage nicht ein. Verhandelt wurde mit der Landi Jungfrau AG mit Sitz in Interlaken, die den Standort in Frutigen führt. Zur Diskussion stand unter anderem ein gemeinsamer neuer Standort in der Gewerbezone Widi auf dem Flugplatz Frutigen. Im April vermeldeten wir den Beginn der Verhandlungen, und jetzt: «Die Fusion ist vom Tisch. Wir bemühen uns jetzt, am Standort Reichenbach Verbesserungen zu realisieren. Dies insbesondere beim Warenumschlag, der sicher beim Bahnhof nicht ideal ist», so Ueli Stoller. «Die Aussichten sind gut, dass wir das hinkriegen.» Die Beibehaltung der Selbstständigkeit sei den Reichenbachern wichtig: «Gewinner sind wohl die Bauern, da es weiterhin zwei konkurrenzierende Landis im Tal gibt.» Optimismus herrscht Diese Konkurrenzsituation bestätigt Beni Knecht, Vorsitzender der Landi Jungfrau AG. Weiter will er das Thema Fusion nicht mehr kommentieren. Das sei vom Tisch, aber in gutem Einvernehmen. Nicht auf Eis gelegt ist hingegen das Neubauprojekt auf dem Flugplatz Frutigen. Am letzten Montag hat auf Einladung der Gemeinde Frutigen eine Information aller Landeigentümer, Anwohner, Gewerbler und Interessenten stattgefunden. Knecht: «Wir haben dort gemäss Auftrag der Gemeinde unsere Ideen präsentiert. Es gibt zwei Varianten für einen Neubau. Allerdings war bisher die Auflage, dass wir nur Land erwerben können, wenn wir mit den Reichenbachern zusammen etwas realisieren. Nun muss die Gemeinde rasch und deutlich sagen, ob wir auch allein weiter planen sollen.» Er macht klar, dass die Landi Frutigen zügig weitermachen will, wenn eine Bewilligung in Aussicht steht. Andererseits sagt er ebenso deutlich, dass nach zehn Jahren vergeblichem Bemühen um einen besseren Standort und idealerer Verkaufsfläche dies wohl der letzte Versuch sei, in Frutigen die Situation zu verbessern. Der letzte Versuch scheiterte im September 2006 an der Urne. Geplant war am südlichen Flugplatzende ein Neubau mit Shop und Tankstelle. «Bei den aktuellen Varianten ist weder Tankstelle noch Shop eingeplant. Zwei der damaligen Hauptkritikpunkte sind also berücksichtigt», erklärt Beni Knecht optimistisch. Karl Klossner, Gemeinderatspräsident von Frutigen, lobt die Beteiligten, die wie gefordert offen über die Absichten auf dem «Widi» informiert hätten. Gemeinde will optimierenEin Grossteil dieses Landes im mittleren Flugplatzbereich gehört der Gemeinde. «Wir bedauern den Abbruch der Fusionsgespräche zwischen Reichenbach und Frutigen und haben haben die aktuellen Landi-Varianten zur Kenntnis genommen. Wir bemühen uns, im Gewerbegebiet Widi die Bedingungen möglichst zu optimieren, um keine unnötigen Landverluste zu haben. Dabei geht es vor allem auch um das Verkehrskonzept. Wir müssen natürlich auch die Anliegen der privaten Landeigentümer berücksichtigen, was es nicht vereinfacht.» Bis am 16. November läuft nun die Mitwirkung, in der Anliegen, Ideen oder Abänderungswünsche eingebracht werden können. Hans Rudolf Schneider >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch