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Neue Route soll Staus verhindern

Muri-GümligenEine neue Verkehrsführung mit Kreisel soll Staus auf der Thunstrasse künftig reduzieren. Geplant sind auch eine Fahrzeugdosierung auf der Zufahrt zur A6 und eine verlängerte Ausfahrt.

Weniger Staus, besserer Verkehrsfluss, Vermeiden von Quartierverkehr: Dies sind die wichtigsten Ziele eines Projekts von Bund, Kanton und der Gemeinde Muri rund um den Autobahnanschluss der A6. Gestern präsentierten die Verantwortlichen die geplanten Massnahmen. «In Muri-Gümligen sind die Strassen in Spitzenzeiten an der Kapazitätsgrenze angelangt», sagt David Wetter vom Bundesamt für Strassen (Astra). Weil auf dem Gümligenfeld weiter gebaut wird und der Verkehr allgemein zunimmt, sei das System mittelfristig überlastet. Eine Projektgruppe hat deshalb mehr als 20 Varianten zur Verbesserung der Situation unter die Lupe genommen. Die Lösung: ein Bündel von Massnahmen zur gezielten Lenkung des Verkehrs. Neuer Kreisel Hervorstechendste Neuerung: Wer die A6 von Bern her in Muri verlässt, wird künftig nicht mehr auf den Kreisel Thunstrasse geführt und von dort weiter Richtung Gümligenfeld (Media-Markt), sondern über den Autobahnzubringer Richtung Worb bis zum Waldrain. Anstelle der heutigen Kreuzung entsteht dort ein Kreisel, über den die Fahrzeuge das Gümligenfeld via Thunstrasse erreichen (siehe Grafik). Die Planer versprechen sich dadurch eine Entlastung der drei bestehenden Kreisel. Um Rückstaus auf der A6 zu vermeiden, ist eine Verlängerung der Ausfahrtsspur Muri vorgesehen. Die Einfahrtsspur zur A6 Richtung Bern erhält ein Dosierungssystem. Mit Ampeln, die bei hohem Verkehrsaufkommen in Betrieb sind, werden die Fahrzeuge in kurzen Abständen auf die A 6 gelotst. Eine solche Dosierung ist heute auf der A1 bei der Einfahrt Forsthaus in Betrieb. Das neue Verkehrsregime wird durch weitere Massnahmen ergänzt. So ist die Feldstrasse künftig mit einem Fahrverbot mit Zubringerdienst belegt. Dies soll den heutigen Schleichverkehr durchs Quartier verhindern. Autofahrer müssen dann über die Worbstrasse zum Zubringer fahren und so die Autobahn erreichen. Auch zusätzliche Ampeln, die den Verkehrsablauf beeinflussen können, sind geplant. Bypass-Entscheid im März «Ich bin überzeugt: Dieses Gesamtpaket ist ein sehr guter Ansatz», sagt der Muriger Gemeindepräsident Hans-Rudolf Saxer (FDP). Noch bleibe viel Arbeit. «Wir werden das aber gemeinsam auf die Reihe kriegen.» Die Kosten dürften zwischen 15 und 20 Millionen Franken betragen. Genaue Zahlen liegen nicht vor. Bei optimistischer Einschätzung kann das Projekt zwischen 2013 und 2016 realisiert werden. Saxer betont, das vorliegende Projekt sei «voll kompatibel mit dem übergeordneten Verkehrsregime». Damit spricht er den Bypass Ostring an. Die 4 Varianten für den Ausbau der A6 werden derzeit vom Astra geprüft. Der Entscheid, welche Variante gebaut wird, fällt gemäss Mediensprecher Guido Bielmann im März.Herbert Rentsch>

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