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Neuer Gemeinderat komplett

DärligenEinstimmig wählte die Gemeindeversammlung am Freitag Beat Kämpfer und Daniel Kaufmann neu in den Gemeinderat.

Die beiden bisherigen Ratsmitglieder Patricia Stauffer und Marco Wälti, der neue Gemeindepräsident Hans Wolf und sämtliche Kommissionsmitglieder waren bereits in stiller Wahl bestätigt worden, nachdem es nicht mehr Kandidaturen als Sitze gegeben hatte (wir berichteten). Die Kandidaten für die beiden Gemeinderatssitze, die nach der Demission von Werner Fehlmann und dem Wechsel von Hans Wolf ins Präsidium frei wurden, konnten erst nach intensiver Suche gefunden werden. Daniel Kaufmann wies nach seiner Wahl aber darauf hin, dass er nun Entlastung in seinem bisherigen Amt als Vizekommandant der Feuerwehr suche, und er rief jüngere Bürgerinnen und Bürger auf, sich für ihre Gemeinde zu engagieren. Steuern gesenkt Nach dem neuen Finanz- und Lastenausgleich kann Därligen für 2012 mit einer Entlastung von 25000 Franken oder 0,6 Steuerzehnteln rechnen. Weil der Gemeinderat beschlossen hatte, diese Entlastung den Bürgern vollumfänglich weiterzugeben und die Steueranlage von 1,80 auf 1,74 Einheiten zu senken, hatte er gemäss der vom Grossen Rat für 2012 beschlossenen Vorgabe auch schon das Budget abschliessend genehmigt. Die 47 anwesenden Stimmberechtigten nahmen am Freitag kommentarlos zur Kenntnis, dass die Gemeinde für nächstes Jahr bei 1582200 Franken Aufwand mit 14800 Franken Defizit rechnet. Investitionen plant Därligen in den nächsten Jahren unter anderem für die Planung des Anschlusses an die ARA Interlaken, der aktuell wird, sobald der Unterhalt der alten Därliger Abwasserreinigungsanlage, die derzeit auch die Leissiger Abwässer reinigt, zu unrentabel sein wird. Noch keine Fusionspläne Gemeinderätin Patricia Stauffer orientierte, dass die rote Zone auf Därligens Gefahrenkarte mit Verbauungen von Dorf- und Budelbach stark reduziert wurde. Der scheidende Gemeindepräsident Heinz Trittibach berichtete aus der Regionalkonferenz, dass neuerdings die Geburtenabteilung des Spitals Interlaken infrage gestellt wird, weil sie mit 600 Geburten pro Jahr unter dem Überprüfungsbereich von 900 Geburten liegt, und er rief die Bevölkerung auf, sich nach Möglichkeit für Interlaken zu entscheiden, wenn immer ein Spitalaufenthalt ansteht. Weiter berichtete Trittibach von einer auf den Busverbund Spiez zurückgehenden Idee, den Regionalverkehr ganz auf Busverkehr umzustellen. Nach einem ersten Vorschlag würde dabei die neue Bushaltestelle an den Rastplatz der A8 über dem Dorf verlegt – ein Vorschlag, der in der Gemeindeversammlung Heiterkeit auslöste und gegen den sich der Gemeinderat entschieden wehren wird. Auf die Frage eines Bürgers, ob sich der Gemeinderat angesichts der schwierigen Suche nach Gemeinderatskandidaten eine Fusion mit einer Nachbargemeinde überlege, antwortete Trittibach, nach ersten Sondierungen wäre Interlaken für eine Fusion offen. Weil aber Därligen als kleine Gemeinde Vorteile wie eine günstige Verwaltung und Bürgernähe habe, wolle der Gemeinderat mindestens noch die nächste Legislatur abwarten, bevor er sich allenfalls mit dieser Frage befasse. Sibylle Hunziker>

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