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Neuer Geschäftsführer gesucht

KANDERTALDie Planungsregion sucht einen neuen Geschäftsführer, eventuell zusammen mit der Region Obersimmental-Saanenland. An der Delegiertenversammlung wurde die Vielzahl an laufenden Arbeiten sichtbar.

«64 Prozent der Fläche der Gemeinde Reichenbach sind von irgendeiner Schutzzone belegt. Als Vergleich: Im Diemtigtal mit seinem Naturpark sind es gerade mal 6 Prozent.» Mit diesen Zahlen erklärte Regierungsstatthalter Christian Rubin den Delegierten der Planungsregion Kandertal, wie wichtig die Arbeit dieses Gremiums ist. «Es ist nicht einfach, unter solchen Voraussetzungen die Entwicklung der Region zu sichern! Das muss auch einmal gesagt sein.» Und die Arbeit geht nicht aus: Nachdem die geplante grosse Regionalkonferenz Oberland West vom Stimmvolk abgelehnt worden ist, muss für Geschäftsführer Arthur Grossen ein Nachfolger gesucht werden, da er in Pension geht. Wie Präsident Hansruedi Wandfluh erklärte, «wird eventuell ein gemeinsamer Geschäftsführer für das Kandertal und die Bergregion Obersimmental-Saanenland gesucht. Dadurch könnten etliche Synergien genutzt werden.» Die Delegierten gaben ihre Zustimmung, dass der Vorstand die Suche aufnehmen kann. Neu im Vorstand ist zudem die Kandersteger Gemeinderatspräsidentin Barbara Jost, sie löst Vorgänger Peter Stoller ab. Endlich Lösungen? Was auf sie als neues Mitglied zukommt, machte Arthur Grossen klar: Mit einer kurzen Übersicht, zu welchen Geschäften im Jahr 2010 Stellungnahmen abgegeben wurden und was im aktuellen Jahr ansteht. Drei Beispiele: • Deponiestudie: Seit zwanzig Jahren ein Dauerthema sind Inertstoffdeponien. Die Möglichkeiten sind sehr begrenzt und die Gesetzgebung sehr einschränkend. Eine langfristige Lösung ist in Ausarbeitung. • Holzschnitzel: Aktuell sind Lager- und Verarbeitungsplätze in den hiesigen kleinflächigen Wäldern kaum realisierbar. Nötig wäre zum Beispiel ein Zusammenschluss von Eigentümern, um mit einer grösseren Fläche rechnen zu können. • Verkehr: Erfreut wird festgestellt, dass endlich ab Dezember alle RE-Züge von und nach Bern fahren. Die IC-Halte in Frutigen bleiben aber in der Diskussion, diese Forderung konnte im Gründungspapier des Lötschberg-Komitees verankert werden. «Menschen, nicht Tiere» Im Anschluss an die Delegiertenversammlung machte der neue Oberländer SVP-Ständerat Adrian Amstutz einige Ausführungen zur laufenden Revision der Raumplanung. Gleich zu Beginn machte er klar, dass – im Gegensatz zu früher – heute mit viel Papier meist wenig realisiert werde. Seine Ausführungen über die möglichen positiven und meist negativen Folgen der Raumplanung im Oberland sorgten für eine lebhafte Diskussion über Gesetze und Vorschriften im Baubereich. Ein Thema ist immer wieder die Erhaltung der Gimwände in typischen Kandertaler Häusern. Man war sich einig, keine geschützte Zone sein zu wollen. Deshalb müsse sich die Region wehren, Regionalpolitik sei leider immer öfters nur noch Agglomerationspolitik. Amstutz sagte: «Wir müssen die Bergregion auch für die nächsten Generationen attraktiv machen. Und diese Generationen sollen Menschen und nicht Bären und Wölfe sein.» Hans Rudolf Schneiderwww.kandertal.ch/planungsre- gion.0.html >

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