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Neues Dach für die Kirche Faulensee

Das Pfarrhaus Einigen ist umgebaut, die Dorfkirche Spiez folgt. Neu bewilligte die Kirchgemeinde Kredite für die Dachsanierung der Kirche Faulensee – ohne Sonnenanlage – und die Projektierung des Pfarrhausumbaus in Spiez.

Die Notwendigkeit der Dachsanierung der denkmalgeschützten Kirche Faulensee mit Baujahr 1961 bis 1963 stand ausser Frage an der von Kirchgemeindepräsidentin Barbara Büchi geleiteten Frühjahrsversammlung der Reformierten Kirchgemeinde Spiez. «Der 50-jährige Naturschiefer wird brüchig und blättert ab, er soll im Herbst durch Naturstein Serpendin aus Italien ersetzt werden.» So begründete Baukommissionsmitglied Walter Leutwyler den beantragten Kredit von 190000 Franken. Enthalten ist darin auch die bis anhin fehlende Isolation. Keine Sonnenanlage Zu Fragen und Diskussionen führte der Verzicht auf eine Sonnenanlage. Eine Heizungsunterstützung oder ein Solardach zur Stromerzeugung komme wegen ungünstiger Besonnung im Winter, der südwestlichen Ausrichtung des Daches mit seinen komplizierten Formen und der Beschattung durch den Kirchturm nicht in Frage, erklärte Leutwyer. Zudem sei die kostendeckende Einspeisevergütung des Bundes bei der Planung bereits ausgeschöpft gewesen, ergänzte er. Und für die Warmwassernutzung bestehe zu wenig Bedarf. «Fachleute haben uns vorgerechnet», sagte Walter Leutwyler, «für die errechneten Kosten einer Solaranlage auf der Kirche Faulensee könnte an geeigneteren Standorten das Doppelte an Energie gewonnen werden.» Raumnutzung im Pfarrhaus «Das bald 100-jährige Pfarrhaus Spiez braucht viel Energie und wird schlecht genutzt», nannte Markus Wenger, Präsident der Baukommission, als Hauptgrund für den beantragten Projektierungskredit von 63500 Franken. Für die Gebäudehülle sei Minergiestandard vorgesehen; der bisherige Wohnraum solle auf zweimal 4½ Zimmer plus Büro und andere Räume aufgeteilt werden. Nach der Planung warten auf die Kirchgemeinde geschätzte Umbaukosten von 1,3 Millionen Franken; 500000 für Renovation, der Rest wertvermehrend. Abreissen und neu aufbauen wäre für das schützenswerte Gebäude, das sich baulich in gutem Zustand befinde, kaum kostengünstiger, beantwortete Markus Wenger die entsprechende Frage aus der Versammlung. Die Bauausführung dürfte in den Jahren 2012 bis 2014 erfolgen. Den Nachkredit von 24230 Franken an den Gesamtbetrag von 64000 Franken für die EDV-Anlage der Kirchgemeinde bewilligte die Versammlung grossmehrheitlich. «2007 war über Umbau, Abriss oder Verkauf des Pfarrhauses Einigen gestritten und abgestimmt worden», erinnerte Markus Wenger. Schliesslich wurde der gesprochene Baukredit von 948000 Franken um 13892 Franken unterschritten. Durch Beiträge des Kantons Bern von 11207 und der Stiftung Klimarappen Zürich von 16160 Franken nochmals vermindert, entstand für die Kirchgemeinde ein Nettoaufwand von 906740 Franken. Geschlossene Kirche Über die Schliessung der Dorfkirche Spiez vom 7. Juni bis am 1. Adventssonntag, 28.November, orientierte Kirchgemeinderats-präsidentin Marianne Maibach. Während der Renovation der Orgel mit baulichen Anpassungen im Chorbereich finden sämtliche Anlässe im Kirchgemeindehaus statt, das entsprechend hergerichtet wird. Guido Lauper>

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