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Noch für ein Jahr gesichert, aber dann

Der General-Guisan Marsch fand dieses Jahr zum ersten Mal unter neuer Führung statt. Trotz einem Defizit will das Organisationskomitee den Anlass im nächsten Jahr wieder durchführen. Danach wird erneut entschieden.

Am ersten und zweiten Mai fand der traditionsreiche General-Guisan-Marsch Spiez (GGM) zum ersten Mal als Volkswanderung – unter einem neuen Organisationskomitee – statt (wir haben berichtet). Oliver Schneiter (Bild) aus Thun, Präsident des neu gegründeten Vereins General-Guisan-Marsch, wird die Volkswanderung trotz Defizit auch 2011 wieder organisieren. «Wir werden den Anlass im nächsten Jahr sicher noch einmal durchführen. Danach sehen wir weiter», sagt Schneiter. Leichtes Defizit «Das Defizit kam aufgrund von Kalkulationsfehlern zustande. Im nächsten Jahr wollen wir versuchen, dieses Defizit aufzuholen. Falls wir nicht auf einen grünen Zweig kommen, wird es aber wohl die letzte Durchführung sein», meint Schneiter. Beim Defizit handle es sich um einen Betrag von etwa 1200 Franken. Man habe mit mehr Wanderfreunden gerechnet, die bereit sind, für ein Erinnerungsabzeichen 12 Franken zu bezahlen. «Die Hälfte der 500 Teilnehmer waren Mitglieder des Internationalen Volkssport Verbandes (IVV) und wollten nur den Stempel für Fr.2.50», sagt der Thuner. Weiter fiel der Beitrag aus dem Sportfonds des Kantons Bern kleiner aus als zugesichert: «Zwischen der Zusicherung und der Auszahlung wurde das Reglement geändert. Da der Anlass nun zivil und nicht mehr militärisch organisiert ist, erhielten wir plötzlich nur noch die Hälfte.» Frischer Wind Organisiert wird die Wanderung wiederum als ziviler Anlass. Um dies zu verdeutlichen, überlege man sich, den Namen auf «Volkswanderung Spiez, General-Guisan-Marsch» zu ändern. «Entgegen manchen Gerüchten sind aber auch Wanderer in Uniform weiterhin willkommen», sagt Schneiter. Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Spiez und Spiez Tourismus konnte realisiert werden. «Personelle Unterstützung ist es nicht, aber im Bereich Werbung arbeiten wir mit Spiez-Marketing zusammen», sagt der Thuner. Die Zusammensetzung des Organisationskomitees bleibe vorerst gleich. Man wolle sich auch vermehrt an Vereine und Schulen wenden, um mehr Gruppen anzulocken. «Natürlich ist es schön, wenn Mitglieder des IVV kommen. Mit den Fr.2.50 finanzieren wir den Event aber nicht. Wir brauchen mehr Teilnehmer, welche die 12 Franken bezahlen wollen», sagt der Organisator. Nicht nur Begeisterung Nicht immer war es für den Thuner klar, dass er den Marsch erneut organisieren wird. Der diesjährige Anlass (500 Teilnehmer bei strömendem Regen) führte nicht nur zu positiven Rückmeldungen. «Wir spüren eine gewisse Skepsis uns gegenüber. Wir sind ein junges Team und mussten Änderungen beschliessen. Natürlich haben wir auch Fehler gemacht. Das ist nur menschlich», sagt Schneiter. So hatten manche Wanderer Probleme mit der Signalisation oder den reduzierten Verpflegungsmöglichkeiten auf der 10-Kilometer-Strecke. «Einige Leute machten ihrem Ärger mit unerhörten Äusserungen Luft. Da fragt man sich schon, ob man dies wirklich nötig hat», gibt der Thuner zu. Immer wieder erlebe man aber auch Schönes. So sei es nie ein Problem gewesen, Helfer zu finden. «Es herrscht Eiszeit» Für Schneiter war das abrupte Ende des traditionsreichen Anlasses der Hauptgrund, die Organisation zu übernehmen: «Man hätte doch zum Beispiel noch bis zum Jahr des 50.Todestages von General Guisan weitermachen können.» Gegenüber dem früheren Organisationskomitee herrsche heute «Eiszeit». Man habe nichts mehr miteinander zu tun, was sehr bedauerlich sei. Trotz der Schwierigkeiten glaubt Schneiter, dass der Anlass Zukunft hat. Und: «Irgendwie gibt es uns der Kopf auch nicht zu, nach nur einem Jahr bereits wieder aufzugeben.» Marius Aschwanden Der GGM 2011 findet am 7./8.Mai statt, eine Voranmeldung für Gruppen ist erwünscht an oliver.schneiter@bluewin.ch.>

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