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Nordwärts zurück in die Zukunft

Maya Pedersen hat ihre Karriere mit Platz 9 beendet. Mittelfristig will die Bernerin in Norwegen wieder als Lehrerin arbeiten.

Das Ergebnis war absehbar, die an einer Sehnenansatzentzündung im linken Knie laborierende Maya Pedersen nicht in der Lage gewesen, neuerlich in den Kampf um Edelmetall einzugreifen. Die Skeleton-Olympiasiegerin von Turin belegte im «Whistler Sliding Centre» Rang 9; nach drei von vier Durchgängen war sie lediglich Elfte gewesen. Sie schätze sich glücklich, habe sie ihre Karriere mit einem sehr guten Lauf beenden können, sagt die Bernerin – schneller waren nur Bronzemedaillengewinnerin Anja Huber (De) und die Britin Shelley Rudman (Eng) gewesen. Als Nachfolgerin der Schweizerin durfte sich die Britin Amy Williams feiern lassen. Pedersens Zukunft liegt in Lillehammer. Das Haus ihrer Familie steht unmittelbar neben der Bobbahn, Ehemann Snorre arbeitet im nahen Sportpark – die Trainingsbedingungen sind in den letzten Jahren ideal gewesen. Es sei inspirierend, sich mit Athleten aus anderen Sparten auszutauschen, verkündete die 37-Jährige vor ihrem letzten Auftritt. «Den Skispringer Sigurd Pettersen beispielsweise habe ich im letzten Sommer fast täglich angetroffen.» Weil die ältere der beiden Töchter vor dem Schuleintritt steht, war die Fortsetzung der Skeletonkarriere jedoch nie ein Thema gewesen. Der in Hondrich bei Spiez aufgewachsenen Emigrantin gefällt das Leben in der Olympiastadt des Jahres 1994, mit der Mentalität der Nordländer hat sie sich nach anfänglichen Schwierigkeiten bestens angefreundet. «Die Norweger gehen gelassener durchs Leben als wir, in mancher Hinsicht sind sie auch ein bisschen toleranter.» Pedersen betrachtet sich immer noch als Schweizerin, hält aber schmunzelnd fest, bezüglich Pünktlichkeit sei sie in den letzten Jahren zur Norwegerin geworden. Mittelfristig gedenkt sie, in den Lehrerberuf zurückzukehren, Deutsch und Sport zu unterrichten. Ein Comeback im Skeletonsport, in welcher Form auch immer, sei momentan «weder vorstellbar noch kategorisch auszuschliessen. Sicher ist, dass ich den Schweizern behilflich wäre, wenn sie in Lillehammer ein Trainingslager durchführen möchten.»mjs>

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