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Nur im Mitteldrittel gut

1.-Liga-EishockeyThun hat gegen Zunzgen-Sissach trotz eines zwischenzeitlichen Aufbäumens 2:5 verloren.

Der im Wiederaufbau stehende EHC Thun konnte gegen das sechstklassierte Zunzgen-Sissach eine 2:5-Niederlage nicht verhindern. Das Team von Trainer Reto Gertschen geriet im Startdrittel schnell 0:3 in Rückstand. Im Mitteldrittel agierten die Oberländer jedoch wie verwandelt. Mit grosser Moral versuchten die jungen Spieler, eine Wende herbeizuführen. Die Gäste wurden eingeschnürt und konnten kaum noch offensive Akzente setzen. Die Treffer von Michel Bühlmann und Pascal Zürcher zum 2:3 waren der verdiente Lohn. Mit effizienterem Powerplay bei drei Überzahlsituationen und besserer Chancenauswertung wäre ein Umschwung noch während des Mitteldrittels durchaus möglich gewesen. Die Thuner erhielten stattdessen bereits nach 33 Sekunden im Schlussdrittel einen grossen Dämpfer versetzt. Zunzgens Captain Robert Othmann erzielte das 4:2 für die Gäste. «Der ganze Aufwand im Mitteldrittel ist für die Katze, wenn man bei der ersten Aktion des Gegners ein dummes Gegentor kassiert» haderte Trainer Gertschen nach dem Spiel. Der Schock sass tief, die mehrheitlich unerfahrenen Thuner konnten nicht mehr an die im Mitteldrittel gezeigte Leistung anknüpfen. Othmann, immer wieder er, baute das Skore mit einem gezielten Weitschuss gar noch auf 5:2 aus. Mehr Punkte erwartet Gertschen gab nach der letzten Partie der Qualifikationsrunde zu, dass er trotz des Wiederaufbaus mit jungen Spielern eigentlich mehr als zehn Punkte erwartet hatte. «Wir haben auch gegen Zunzgen im Powerplay die Scheibe schlecht laufen lassen, und die Chancenauswertung war wieder ungenügend», bemängelte er. Ideal sei, weil ja keiner absteigt, dass er die jungen Spieler ohne Druck und Abstiegsangst an das 1.-Liga-Niveau heranführen könne. «Es macht mir riesigen Spass, mit den jungen Spielern zu arbeiten. Aber es braucht eben immens viel Geduld, bis wir die Früchte der Ausbildungsarbeit ernten können», gab Gertschen zu bedenken. Wegmüller, Rossel, Kohler und Scheidegger, die Allerjüngsten des jungen Kaders, würden genügend Eiszeit bekommen. Dadurch könnten sie in der 1. Liga reifen, sagte der Thuner Headcoach. Die Geduld zahle sich bestimmt aus, sagte Gertschen. Um die jungen Spieler zu lenken, sei geplant, einige Führungsspieler vom Typ eines Robert Othmann nach Thun zu holen, verriet Gertschen. Es sei erfreulich, dass er von Sportchef Alex Reymondin und Teamleiter Martin Christen, obwohl diese auch mehr erwartet hätten, grosses Vertrauen spüre.Peter Russenberger>

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