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Nur noch ein einziger Standort?

Die Berner Fachhochschule hat heute 24 Standorte. Der Regierungsrat prüft nun eine Konzentration auf «wenige» Standorte.

Die Berner Fachhochschule (BFH) hat auch heute, zwölf Jahre nach der Gründung, viele Heimaten. Ihre vier kantonalen Departemente sind auf 24 Standorte in den Agglomerationen Bern, Biel und Burgdorf verteilt. Die Konzentration ging seit der Gründung weniger weit als an anderen Fachhochschulen. Schon länger wird deshalb an der Spitze der BFH der Ruf nach einer Konzentration laut. Nun gab der Regierungsrat gestern – just am diesjährigen Berner Fachhochschultag – bekannt, die BFH solle «längerfristig auf wenige Standorte konzentriert werden». Eine geografische Konzentration sei längerfristig dringend notwendig, führte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) am Fachhochschultag aus. Was das heisst – «längerfristig dringend» –, ist vorderhand nicht geklärt. Die Regierung gab gestern erst bekannt, dass die Baudirektion verschiedene Konzentrationsvarianten prüfen und bis im Herbst 2010 Bericht erstatten werde. Der weitere Zeitplan hänge von den Ergebnissen der Prüfung ab, erklärte Baudirektorin Barbara Egger (SP). Eine wichtige Rolle werden zweifellos auch die Kantonsfinanzen spielen. Inhaltlich sind die Pläne ebenso wenig vorgegeben: Im Vordergrund stehen gemäss Regierung eine Konzentration der BFH auf einen einzigen Standort oder einzelne «Teilkonzentrationen mit möglichen Etappierungsvarianten». Die Baudirektion wird primär Standorte mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr untersuchen. Spektakulär wäre eine Lösung mit nur noch einem einzigen Standort. In Frage kämen – mutmasslich in dieser Reihenfolge – Bern, Biel und Burgdorf. Egger erklärte dazu, es würden «alle möglichen Varianten» geprüft. Ebenfalls gestern gab der Regierungsrat bekannt, dass er die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen kantonalisieren und voll in die BFH integrieren will. Voraussetzung sei aber, dass die bisherigen Konkordatspartner 13,6 Millionen Franken an den geplanten Erweiterungsbau der Schule beisteuern. Dieser soll rund 60 Millionen Franken kosten. Der Beitrag des Kantons läge nach Plan bei rund 39 Millionen. Das letzte Wort wird der Grosse Rat haben. pd/fab>

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