Eine neue Prozedur in diesem Jahr

Langenthal

Zu Silvester wird im Theater 49 «Dinner for One» gezeigt: eine Uraufführung des Sketchs in Schweizerdeutsch, geschrieben von Erfolgsautor Pedro Lenz.

«Vielleicht ist es ihnen gerade recht, diesen ersten Eindruck bei eher ‹leichter Kost› zu geniessen», sagt Pedro Lenz.

«Vielleicht ist es ihnen gerade recht, diesen ersten Eindruck bei eher ‹leichter Kost› zu geniessen», sagt Pedro Lenz.

(Bild: Severin Bigler)

Pedro Lenz, am letzten Tag des Jahres wird Ihr Stück «Es Znacht für ei Einzigi» uraufgeführt. Was bedeutet dies für Sie als Autor und gebürtigen Langenthaler? Pedro Lenz: Selbstverständlich ehrt es mich, dass Theaterleiter Reto Lang an einen Text gedacht hat, den ich vor Jahren im Auftrag eines deutschen Verlags zusammen mit meinem Schriftstellerkollegen Wolfgang Bortlik aus dem Englischen in die Mundart übersetzt habe.

Viele Leute gehen davon aus, dass Sie an diesem Silvesterabend mit dabei sein werden – nicht zuletzt aufgrund der Exklusivität des Stücks. Ich weiss nicht, wer den Leuten gesagt hat, ich sei auch dabei. Von mir kommt das Gerücht jedenfalls nicht. Wenn Lukas Bärfuss am Theater gespielt wird, geht doch auch niemand davon aus, Bärfuss selbst sei dort. Und bei einem Stück von Schiller ist die Chance noch einmal kleiner, dass der Autor persönlich anwesend ist.

Verraten Sie, was die Theaterbesucherinnen und -besucher in Ihrer Version des Kultstücks erwartet? Serviert Butler James Miss Sophie ebenfalls Nordsee-Schellfisch als zweite Vorspeise und stolpert x-mal über den Kopf des ausgelegten Tigerfells? Zu viel will ich nicht verraten, aber es wird sicher auch getrunken und gestolpert, wie es sich für diesen Silvestersketch gehört: Di glichi Prozedur wi au Johr!

Innert kurzer Zeit waren alle drei Vorstellungen ausgebucht. Wie interpretieren Sie die Gründefür das grosse Interesse? Das Stadttheater wurde gerade erst wiedereröffnet, und ich vermute, dass viele Menschen aus Langenthal und Umgebung sehen wollen, wie es geworden ist. Vielleicht ist es ihnen gerade recht, diesen ersten Eindruck bei eher «leichter Kost» zu geniessen.

Kürzlich waren Sie Gast an der Widmungsfeier zur Eröffnung des Stadttheaters. Wie gefällt Ihnen das renovierte Theater? Es ist wahrlich sehr, sehr schön geworden, aber gleichzeitig ist es auch zweckmässig und praktisch. Und was mir besonders gefällt: Wenn man zu Fuss vom Bahnhof her auf der Jurastrasse auf das Theater zukommt, wirkt der neue Eingangsbereich extrem ein­ladend.

Welche Neujahrswünsche entrichten Sie dem Langenthaler Kulturhaus für das neue Jahr? Ich wünsche dem Stadttheater, das es auch in den nächsten 101 Jahren ein offenes, belebtes und beliebtes Haus ist, in dem sich die Leute aus Langenthal und Um­gebung wohl fühlen und sich von der Kunst ansprechen lassen.

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