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Als der Unsinn triumphierte

Vor 75 Jahren wurde eine Villa von Familie Gugelmann abgerissen. Darüber empörte sich Journalist Peter Surava. Er fand dafür deutliche Worte, nachzulesen ist das im neuen Jahrbuch des Oberaargaus.

Vom Abriss während des Zweiten Weltkriegs blieb nur das herrschaftliche Tor zum Grundstückverschont. Es steht heute noch.
Vom Abriss während des Zweiten Weltkriegs blieb nur das herrschaftliche Tor zum Grundstückverschont. Es steht heute noch.
Thomas Peter

«Hier ist der Geist der Dekadenz am Werk.» Als Peter Surava vor 75 Jahren über den Abriss der Gugelmann-Villa an der Aarwangenstrasse in Langenthal berichtete, nahm er wahrlich kein Blatt vor den Mund. Der Journalist liess keinen Zweifel daran, dass er diese Aktion als absolut unsinnig erachtete.

Für seine Reportage, die am 2. September 1943 unter dem Titel «Triumph des Unsinns» in der Zeitung «Die Nation» abgedruckt wurde, verschaffte sich Surava vor Ort gleich selbst ein Bild vom Ausmass der Zerstörung: «Wenn man durch ein vornehmes Tor in die herrlichen Parkanlagen dieses Prachtsitzes eintritt und dann plötzlich einem Trupp Arbeiter mit braungebrannten Oberkörpern gegenübersteht, die mit Hacken und Pickeln das Haus niederreissen, möchte man am liebsten ausrufen: Seid ihr verrückt geworden?!»

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