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ASM transportiert über 6 Millionen Fahrgäste

Die Konzernrechnung der Aare Seeland mobil AG schloss mit einem Gewinn von knapp einer Million Franken. In Langenthal boomt der Busverkehr.

3,5 Millionen der gut 6 Millionen Personen wurden 2015 von ASM beförderten.
3,5 Millionen der gut 6 Millionen Personen wurden 2015 von ASM beförderten.
Thomas Peter

Auf der Buslinie 64, dem Ast Lotzwil–Zentrum Langenthal, wurden 14 Prozent mehr Passagiere transportiert als im Vorjahr. Auch die Langenthaler Stadtbuslinie 65 verzeichnete 7 Prozent mehr Fahrgäste. Bewährt haben sich laut Direktor Fredy Miller die Hybridbusse. 30 Prozent Diesel können gegenüber herkömmlichen Bussen eingespart werden. Trotzdem sind es die Bahnkunden, die mit knapp 3,5 Millionen den grössten Anteil an den gut 6 Millionen von ASM beförderten Personen ausmachen.

Laut Verwaltungsratspräsident Thomas Rufener, der die Generalversammlung der Aktionäre in Wangen an der Aare leitete, ist das Qualitätsbewusstsein bei der ASM sehr ausgeprägt. Die Kundenfreundlichkeit schaffe aber auch Probleme: «Wenn wir etwa in Oensingen einen verspäteten Zug der SBB abwarten, dann können wir unseren eigenen Fahrplan nicht einhalten. Das führt dann zu einer schlechten Statistik.» Trotzdem wolle man Anschlüsse wenn immer möglich gewährleisten.

Neue Baustelle in Attiswil

70 von ursprünglich 250 ASM-Übergängen sind bereits aufgehoben. Nach zähen Verhandlungen habe man nun auch in Flumenthal und Feldbrunnen Lösungen gefunden, so Fredy Miller. Der Rückbau des Gleises nach Melchnau sei praktisch zum Nulltarif erfolgt, da Material und Trassee hätten verkauft werden können.

Kein gutes Geschäftsjahr habe die in Langenthal ansässige Erlebnis Schweiz AG gehabt. Dort stehe eine Strategie­änderung an. Die dynamischen Fahrgastinfos sollen weiter verbessert und mit andern Systemen verlinkt werden. In Attiswil wird die Kreuzungsstelle diesen Sommer um 700 Meter weiter nach Osten verlängert. Auch das Bahnhofgebäude wird umgebaut.

Fahrpläne werden verdichtet

Im Rahmen des strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur Step wird laut Miller der Ausbaubedarf für das Referenzjahr 2030 ermittelt. Die ASM habe ihre Planung beim Bundesamt für Verkehr bereits zur Prüfung eingereicht. Auch wenn von den voraussichtlich­­ 7 oder 12 Milliarden Franken, welche der National- und Ständerat 2018 dafür sprechen sollen, wohl das meiste in SBB-Projekte fliessen werde, so prüfe man trotzdem Verdichtungen auf dem eigenen Netz.

Insbesondere betreffe dies den stadtnahen Abschnitt der Biel–Täuffelen–Ins-Bahn, wo aufgrund der grossen Nachfrage möglicherweise der 71/2-Minutentakt eingeführt werden müsse. Im Fokus stünden ausserdem die Abschnitte Solothurn–Flumenthal, der Abschnitt nach Oensingen und Langenthal–Aarwangen oder gleich Langenthal­–Bannwil.

Teure Neophyten

Das neue Buszentrum in Herzogenbuchsee sei auf gutem Weg, so der ASM-Direktor. Allerdings ­habe sich jetzt der Kanton eingeschaltet und verlange beim Aushub die Bekämpfung von Neophyten, was voraussichtlich eine grössere sechsstellige Summe verschlingen werde. Notabene handle es sich dabei um eine Pflanze, die in Portugal bei der Mandelproduktion kultiviert werde.

55 Millionen Franken hat die ASM letztes Jahr umgesetzt. Davon macht der Verkehrsertrag nur gerade 20 Prozent aus. Zu 58,5 Prozent werden die Ausgaben durch Abgeltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden gedeckt. Ein Grossteil des Gewinns muss den Reserven zugewiesen werden. Rund 163 000 Franken werden auf die neue Rechnung vorge­tragen.

Für die einzige Wortmeldung sorgte eine verärgerte Aktionärin: Wegen des 2015 verschärften Geldwäschegesetzes müssen sich alle ASM-Aktionäre neu regis­trieren lassen, was offenbar zu Unsicherheiten und Umtrieben führte.ASM:Das Netz des Verkehrsunternehmens mit Sitz in Langenthal reicht von Grossdietwil LU über Wynigen und Oensingen SO bis Ins im Seeland. 260 Mitarbeitende werden beschäftigt.

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