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Betreuung wird flexibler

Ab nächstem Schuljahr organisiert der Verein Kibe die Tagesschule. ­Damit fallen bei den meisten Modulen die Mindestzahlen.

Jürg Rettenmund
Wollen die Tagesschule gemeinsam möglich machen: Gesamtschulleiter Pierre Zesiger (links) und Kibe-Präsident Philippe Groux in der Pausenhalle des Oberstufenzentrums Hofmatt. Bis dort ein Caterer ein Mittagessen liefern kann, braucht es aber nach wie vor zehn Anmeldungen.
Wollen die Tagesschule gemeinsam möglich machen: Gesamtschulleiter Pierre Zesiger (links) und Kibe-Präsident Philippe Groux in der Pausenhalle des Oberstufenzentrums Hofmatt. Bis dort ein Caterer ein Mittagessen liefern kann, braucht es aber nach wie vor zehn Anmeldungen.
Thomas Peter

Kürzlich kritisierte Philippe Groux, der Präsident des Vereins Kibe (Kinderbetreuung) Region Huttwil, die Absicht der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion, Tagesschulen zulasten der Tageseltern zu fördern. Dabei wies er besonders auf deren Nachteile hin: Sie bieten den Eltern keine Betreuung während der Ferien an, und sie scheitern bei dezentralen Schulen oft an den geforderten Mindestzahlen.

Jetzt steigt der Verein Kibe in Huttwil selbst ins Tagesschulangebot ein – und beseitigt gleichzeitig diese Nachteile. «Wir können flexibler reagieren, indem wir die Tagesschule nicht vom Angebot her lesen, sondern von der Nachfrage her neu», verrät Philippe Groux, wie Kibe Huttwil diese Quadratur des Kreises schafft.

Wie das geht, erfuhren die Eltern schulpflichtiger Kinder kürzlich in der Bedarfsumfrage, die dem Elternbrief beilag: Sie können dort ankreuzen, ob sie ihr Kind in den angebotenen Modulen von Tageseltern oder der Kindertagesstätte (Kita) betreuen lassen wollen.

Anmeldefrist läuft

Das heisst: Kibe Region Huttwil richtet nicht einfach eine Tagesschule in einem Schulhaus ein, sondern greift auf ihre anderen Betreuungsangebote zurück. Ein Kind kann also seine unterrichtsfreie Zeit auch bei einer Tagesmutter verbringen oder in der Kita an der Fiechtenstrasse. Anmelden dafür können es seine ­Eltern bis zum 6. April mit einem Fragebogen.

«So können wir eine Betreuung mithilfe der Tageseltern flächendeckend anbieten», verdeutlicht der Präsident den Vorteil dieser Lösung, «und damit alle Ortsteile (Städtli, Schwarzenbach, Nyffel) optimal abdecken.» Und Gesamtschulleiter Pierre Zesiger ergänzt: «Wir hoffen, so endlich verschiedene Module einer Tagesschule führen zu können. Zudem kann die Betreuung dank dem Lead der Kibe auch in der unterrichtsfreien Zeit angeboten werden.»

Künftig gelten die Mindestzahlen nur noch für die pädagogisch betreute Aufgabenhilfe und für das Cateringangebot für ein Mittagsmenü in der Pausenhalle der Hofmatt. Auswärtige Schülerinnen und Schüler konnten dort bisher zwar den Mittag verbringen, mussten ihr Essen aber selbst mitnehmen.

Angebot auch an Nachbarn

Die Vorbereitungen für die neue Organisation in Huttwil laufen bereits seit einem Jahr: Als die Anmeldungszahlen einmal mehr nicht dafür reichten, die Tagesschule einzuführen, sassen Gesamtschulleiter und Kibe-Präsident erstmals zusammen, um nach alternativen Lösungen zu suchen.

Inzwischen hat Kibe das Angebot auch den anderen Gemeinden des Sekundarschulkreises unterbreitet. Bisher hat sich laut Philippe Groux Wyssachen interessiert gezeigt. Die Einführung wird dort aber erst aufs Schuljahr 2018/2019 möglich sein.

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