Bystronic investiert in die Zukunft

Niederönz

Die Firma will knapp 60 neue Parkplätze erstellen – vorerst nur übergangsweise. Auslöser ist der geplante Umbau der Produktionshalle. Mit einer neuen Gasversorgung bereitet sie sich ausserdem auch auf weiteres Wachstum vor.

Gegenüber der Endmontagehalle soll eine weitere Reihe mit Parkplätzen entstehen. Diese werden als Ersatz während der Umbauphase benötigt.

Gegenüber der Endmontagehalle soll eine weitere Reihe mit Parkplätzen entstehen. Diese werden als Ersatz während der Umbauphase benötigt.

(Bild: Thomas Peter)

Sebastian Weber

Für ihre Kunden und Mitarbeitenden besitzt die Bystronic Laser AG an der Industriestrasse in Niederönz derzeit rund 280 Parkplätze. Kommendes Jahr wird das Unternehmen aber vorübergehend auf einen Teil davon verzichten müssen.

Der Grund: Die Bystronic will 2018 ihre alte Produktionshalle aus den 80er-Jahren modernisieren. Die Muttergesellschaft habe für dieses Infrastrukturprojekt bereits grünes Licht gegeben, sagt Jean-Pierre Neuhaus, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Bystronic.

Der Umbau sieht vor, dass über die bestehende Produktionshalle eine neue Halle gebaut wird. Danach kann die alte Halle, die in die Jahre gekommen ist, abgebaut werden, sodass der Betrieb nicht beeinträchtigt wird. Für den Umbau müssen jedoch Parkplätze weichen, wofür nun also vorgängig Ersatz nötig ist.

Es sollen deshalb nun neben der Endmontagehalle in Richtung Wanzwilfeld 54 neue PW- und 3 neue LKW-Parkplätze entstehen. Dies auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern. Das entsprechende Baugesuch liegt noch bis zum 4. Dezember öffentlich auf.

Laut Jean-Pierre Neuhaus sollen diese Plätze auch Bedarfsspitzen bei grösseren Kundenveranstaltungen und Schulungen decken. Sie werden im Idealfall bis Ende dieses Jahres realisiert und sind vorerst nur provisorisch. Ob sie nach dem Umbau bestehen bleiben, ist noch offen.

Neue Halle wieder Thema

Das Baugesuch umfasst weiter auch das Erstellen einer neuen zentralen Gasversorgung, bestehend aus drei Gastanks. Bystronic benötigt in Niederönz eine grosse Menge an sogenannten Prozessgasen, unter anderem für den Betrieb der Laserschneideanlagen.

Bereits heute werden diese über eine zentrale Gasversorgung zugeführt. Diese Versorgung ist jedoch zu klein und soll deshalb ersetzt werden. Die Realisierung ist für das 1. Quartal 2018 geplant. Die Baukosten für die Parkplätze und die Gasversorgung belaufen sich auf 100'000 Franken.

Dass der Bedarf an Prozessgasen steigt, hat auch mit dem geplanten Wachstum der Bystronic zu tun. 2008 hatte das Unternehmen den Bau einer zusätzlichen Produktionshalle im Zuge der Finanzkrise noch auf Eis legen müssen. Nun aber ist die Wirtschaftslage besser. «Die Auslastung ist gut», sagt Jean-Pierre Neuhaus. Weshalb sich die Bystronic, die aktuell eine Wachstumsstrategie verfolgt, womöglich bald erneut Gedanken über den Bau einer weiteren Halle machen muss.

Langenthaler Tagblatt

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