Das Ende von Kletterstangen und Co.

Huttwil

Die Überprüfung der sechs Spielplätze hat Mängel ergeben: ein Drittel der Geräte muss ersetzt und ein Drittel unterhalten werden.

Die meisten Geräte auf öffentlichen Plätzen müssen ersetzt oder unterhalten werden. Im Bild der Spielplatz Ribimatte.

Die meisten Geräte auf öffentlichen Plätzen müssen ersetzt oder unterhalten werden. Im Bild der Spielplatz Ribimatte.

(Bild: Karin Iseli-Trösch)

Chantal Desbiolles

Sie sind der Albtraum jeder Gemeindebehörde: öffentliche Kinderspielplätze. Passiert etwas, liegt die Verantwortung aus juristischer Sicht bei der Gemeinde. Nämlich dann, wenn eine Anlage nicht den geltenden Normen entspricht und regelmässig gewartet wurde. Um sicherzugehen, dass ihre Spielplätze in einwandfreiem Zustand sind, hat daher auch die Einwohnergemeinde Huttwil im September letzten Jahres eine sicherheitstechnische Überprüfung ihrer Spielgeräte in Auftrag gegeben.

Sechs Spielplätze unterhält Huttwil im öffentlichen Raum und bei den Schulanlagen. Die Anlagen wurden nicht zur selben Zeit gebaut, angepasst und erweitert. Zwar müssen die älteren Anlagen die neuste europäische Norm nicht erfüllen; es besteht generell keine Nachführungspflicht. Werden die Spielplätze aber erneuert oder unterhalten, dann schon.

Anpassen ist nicht möglich

Nun liegen die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung vor, wie der Gemeinderat mitteilt. Die Überprüfung hat ergeben, dass ein Drittel der Spielgeräte einwandfrei ist. Bei einem weiteren Drittel stehen kleinere Unterhaltsarbeiten an; da ist beispielsweise Holz, das ersetzt werden muss.

Die anderen Spielgeräte allerdings entsprächen nicht den geltenden Normen und Sicherheitsaspekten. Es handelt sich dabei laut dem zuständigen Gemeinderat Hans Mathys (FDP) beispielsweise um Kletterstangen neben dem Schulhaus. Zwar seien diese heute nicht mehr gefragt. Passieren könne aber trotzdem etwas. Wenn ein Kind aus mehreren Metern Höhe runterfalle, sich verletze und der Fallschutz nicht ausreichend sei, sagt Mathys: «Dann haben wir ein gröberes Problem.»

Diese dritte Kategorie an Geräten kann laut dem Gemeinderat auch nicht einfach angepasst werden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollen sie vorsorglich entfernt werden. Das soll während der Frühlingsferien geschehen.

Es wird nicht einfach abgerissen, sondern auch Ersatz geplant. Bis Mitte 2020 soll Huttwil über eine Spielplatz-Gesamtplanung verfügen. Miteinbezogen werden der geplante Neubau von Kindergarten und Unterstufenschulhaus sowie der umgestaltete Pausenplatz im Städtli. Die Kosten kann Mathys daher noch nicht abschätzen.

Künftig sollen die Spielplätze einheitlich überprüft und ihr Unterhalt jährlich geplant werden. Die Gemeinde baut daher auf langlebige Fallschutzmaterialien, weil sie die Arbeiten vereinfachen und die Kosten für den Unterhalt tiefer liegen.

Langenthaler Tagblatt

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