Musikparade: Marschieren an Ort trotz 24 Strassensperrungen?

Langenthal

Für die Oberaargauer Marschmusikparade am Mittwochabend in Langenthal muss 24-mal der Verkehr auf der Jurastrasse aufgehalten werden. Trotzdem ist die Strecke durch die Untere Marktgasse kurz.

Die MG Rütschelen in der Langenthaler Marktgasse.

Die MG Rütschelen in der Langenthaler Marktgasse.

(Bild: Thomas Peter)

Aufgrund der Baustellen im Langenthaler Stadtzentrum musste für die 22. Oberaargauische Marschmusikparade morgen Abend eine neue Strecke gesucht werden. Diesmal marschieren die 24 teilnehmenden Musikgesellschaften vom Wuhrplatz über die Jurastrasse und durch die Untere Marktgasse bis zum Bären. Das ist relativ kurz, entspricht aber dem Wunsch der Organisatoren. Die einzelnen Dirigenten müssen also einen kurzen Schritt wählen, andernfalls beenden ihre Musikanten die Vorführung mit Marschieren an Ort vor dem Zaun der Bauarbeiten beim Choufhüsi.

Verkehr wird gestoppt

Für die Querung der Jurastrasse, über die im Moment der gesamte Durchgangsverkehr umgeleitet wird, ist ein Verkehrsdienst aufgeboten, der bei allen 24 Musikgesellschaften Autos und Bus aufhalten muss.

Eröffnet wird die Parade durch ein Platzkonzert des Posaunenchors Walterswil-Oeschenbach auf dem Wuhrplatz. Um 19 Uhr erfolgt die Begrüssung durch Markus Roth, den Präsidenten des Oberaargauischen Musikverbandes. Um 19.05 Uhr startet der Tambourenverein Langenthal als erste Formation.

Mit Evolutionen, also mit Showeinlagen, warten wie gewohnt die Musikgesellschaften Inkwil (19.53 Uhr) sowie Bleienbach ganz am Schluss (20.42 Uhr) auf. Als Gäste sind die Musikgesellschaft St.Urban (Luzern) sowie Sumiswald und Heimiswil-Kaltacker (beide Emmental) mit am Start. Um 21 Uhr spielt die Musikgesellschaft Oberbipp in der Markthalle zum Konzert auf. Bei schlechtem Wetter würde der ganze Anlass in die Markthalle verlegt.

Grösste Parade im Kanton

Die Oberaargauer Marschmusikparade ist der grösste Anlass dieser Art im Kanton Bern. Es findet keine Bewertung und kein Wettbewerb statt. Viele Zuschauer säumen jeweils schon frühzeitig die Marschstrecke. Die hohen Langenthaler Trottoirs bilden eine natürliche Tribüne.

Eintritt wird nicht erhoben. Der Erlös aus der Sammlung fliesst vollumfänglich in die Nachwuchsförderung der einzelnen Vereine aus dem Verbandsgebiet. Die konsequente Förderung der Jungen – auch in Zusammenarbeit mit den Musikschulen – trägt offenbar Früchte: Das Durchschnittsalter der teilnehmenden Vereine beträgt 32 Jahre.

Weitere Infos unter www.oamv.ch

rgw/BZ

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