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Die erste Gemeinde legt vor

Die Stimmbürger haben den neuen Kostenverteiler der Schule Aare-Oenz ebenso oppositionslos durchgewunken wie den Kredit für die ­Teilrevision der Ortsplanung. Diskussionen gab es dennoch.

Wird das in Graben nicht auf Kritik stossen? Diese Frage stellte sich unweigerlich, nachdem diesen Herbst bekannt geworden war, dass in den vier Gemeinden des Schulverbands Aare-Oenz ­erneut über eine Anpassung des Organisationsreglements abgestimmt werden soll. Konkret geht es um einen Kostenverteiler, der vorsieht, dass der Schulbetrieb neu zu 80 Prozent nach der Anzahl Schüler und zu 20 Prozent nach der Anzahl Einwohner abgerechnet wird. Was zur Folge hätte, dass Heimenhausen und Graben künftig mehr zahlen müssten (wir berichteten).

Widerstand blieb an der Grabener Gemeindeversammlung vom Mittwochabend aber aus. Die 34 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten den Kostenverteiler einstimmig. Zuvor war aus dem Plenum heraus darauf hingewiesen worden, dass die Gemeinde Berken für ihre Versammlung vom 6. Dezember neben der Anpassung des Organisationsreglements auch einen Austritt aus dem Verband traktandiert hat. «Das ist deren Entscheidung», stellte Gemeindepräsident Marcel Stalder, der gleichzeitig auch Verbandspräsident ist, klar. «Bei einem Austritt von Berken stünde der Schulverband nicht auf wackeligen Beinen.»

Er betonte zudem, dass die Anpassung des Organisationsreglements, die voriges Jahr in einem ersten Anlauf von den Stimmbürgern aus Heimenhausen abgelehnt worden war, vermutlich in keine «dritte Runde» gehen werde. Soll heissen: Wird sie erneut von einer der Gemeinden bachabgeschickt, ist sie endgültig vom Tisch.

Bauern werden einbezogen

Einstimmig genehmigt wurde weiter der Kredit in Höhe von 25 000 Franken für die Teilrevision der Ortsplanung. Dort geht es, wie bereits aus anderen Oberaargauer Gemeinden bekannt, neben der Umsetzung der kantonalen Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen auch um die Ausscheidung der Gewässerräume. Um diese verbindlich festzulegen, hat die Gemeinde bis Ende 2018 Zeit. Wobei nun erste Entwürfe erarbeitet werden sollen, bevor dann in einer Mitwirkung auch die Bevölkerung zu Wort kommt.

Eben dieses Vorgehen sorgte für Kritik bei den anwesenden Bauern: Die Betroffenen müssten von Anfang an miteinbezogen werden, meinte einer von ihnen. Er gab zu bedenken, dass neben der Aare immer noch Ackerbau betrieben wird. Zur Erklärung: Die neue Gewässerschutzgesetzgebung ist mit Bau- und Bewirtschaftungseinschränkungen im Uferbereich verbunden. Der Gemeinderat versprach den Anwesenden, dass er bereits Anfang 2018 auf die Landwirte zugehen werde.

Das Budget 2018, das im allgemeinen Haushalt bei einem Aufwand von gut einer Million Franken mit einem Defizit von rund 94 000 Franken rechnet, wurde einstimmig bewilligt.

Wie geht es in die Zukunft?

Im Anschluss an die ordentlichen Traktanden diskutierte die Versammlung nicht nur über das offenbar erhöhte Verkehrsaufkommen auf den Gemeindestrassen. Sie beschäftigte sich ebenfalls mit der Frage, in welche Richtung Graben künftig allgemein steuern möchte. Dies auch angesichts der Tatsache, dass sich die Gemeinde im Finanzhaushalt weiterhin mit einem Defizit rumschlagen muss. «Wir müssen uns Gedanken machen, welche Gemeinde wir unseren Grosskindern hinterlassen», meinte einer der Votanten. Nach einer Konsultativabstimmung, in der sich 13 Anwesende dafür aussprachen (6 dagegen), erklärte Marcel Stalder, dass der Gemeinderat die Zukunftsfrage prüfen und an der nächsten Versammlung erneut thematisieren wolle.

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