Die grossen Partys sind Geschichte

Huttwil

Mit den Events von H-Town-Movement verschwindet ein Teil des Huttwiler Nachtlebens. Der Verein will aber bestehen bleiben und künftig andere Organsiationen unterstützen.

Ausgefeiert in der alten Turnhalle: Markus Strub, Thomas Steffen und Lee Sacchet (v.l.) wollen ihren Verein grundlegend umstrukturieren.

Ausgefeiert in der alten Turnhalle: Markus Strub, Thomas Steffen und Lee Sacchet (v.l.) wollen ihren Verein grundlegend umstrukturieren.

(Bild: Thomas Peter)

Am Huttwiler Partyhimmel ziehen düstere Wolken auf: Der Verein H-Town-Movement hat sich nach sechsjähriger Tätigkeit umstrukturiert und wird keine Partys mehr organisieren. Er reagiere damit auf die rückläufige Nachfrage bei den 16- bis 20-jährigen Nachtschwärmern und zunehmende Schwierigkeiten, genug Helfer zu finden, sagt Präsident Thomas Steffen. Einige Mitglieder sind auch aus der Region weggezogen.

Diejenigen, die blieben, wollen allerdings weiterhin etwas zusammen unternehmen. An der letzten Hauptversammlung beschlossen sie deshalb, den Verein ihren heutigen Bedürfnissen anzupassen und sich künftig «Freizyt-Fründe Huttu» zu nennen. Noch gibt es laut Thomas Steffen keine neuen Ziele. Spass und Geselligkeit sollen dem 27-Jährigen zufolge im Zentrum stehen.

Hingegen beschlossen die rund 20 Mitglieder, dem Verkehrsverein Pro Regio bei den Themenmärkten auszuhelfen und zum Beispiel wie eben am Wiehnachtsmärit Glühwein auszuschenken. Der Fasnachtsvereinigung wollen sie helfen, Plaketten zu verkaufen. So wollen sich die Mitglieder weiterhin für Huttwil engagieren.

Nerd-Party als Highlight

2011 hatten die fünf Gründungsmitglieder von H-Town-Movement eine Onlineumfrage unter 180 Jugendlichen durchgeführt. Diese zeigte: Viele Junge blieben damals lieber zu Hause und feierten privat Partys, statt sich die Nacht im Städtli um die Ohren zu hauen.

Diesem Problem wollte der neu gegründete Verein begegnen. H-Town-Movement schaffte es schliesslich, die Jungen in die alte Turnhalle zu locken, wo sie tanzen und etwas erleben konnten. Anfänglich mit gutem Erfolg. Zwischen 2011 und 2016 organisierte der Verein über ein Dutzend Partys. Als Highlight und letzten grossen Erfolg nennt der Präsident die Nerd-Party in Madiswil. Dies war zugleich die einzige Party ausserhalb des Blumenstädtchens. Kurze Zeit später war ausgetanzt – die Events rentierten nicht mehr.

«Es waren dennoch gute Jahre, und wir haben viel bewegt», zieht Präsident Thomas Steffen eine positive ­Bilanz. Die vielen Begegnungen und die netten Gespräche hätten jeweils das Tüpfelchen aufs i gesetzt, auch wenn die Events in den letzten Jahren nicht mehr von Erfolg gekrönt waren. «Doch jetzt», sagt der Präsident, «ist es Zeit für etwas Neues.»

Langenthaler Tagblatt

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