Die Schüler kommen ins Dorf

Thunstetten

Die Oberstufe wird im Byfang konzentriert.

Die gesamte Oberstufe wird künftig in Thunstetten unterrichtet.

Die gesamte Oberstufe wird künftig in Thunstetten unterrichtet.

(Bild: Olaf Nörrenberg)

Seit Ende August steht fest: In Thunstetten wird das durchlässige Schulmodell eingeführt. Den Entscheid, wo die Oberstufe in Zukunft unterrichtet werden soll, hatte der Gemeinderat im Sommer jedoch erneut aufgeschoben. Diese Woche wurde das nun nachgeholt: Wie der Gemeinderat informierte, hat er sich entschlossen, die gesamte Oberstufe künftig in Thunstetten zu führen.

Die Alternative wäre gewesen, alle Schüler nach Langenthal zu schicken, wo schon heute rund die Hälfte von ihnen unterrichtet wird. Es sei ein Entscheid, mit dem auch die Attraktivität des Dorfes gesteigert werden solle, sagt Gemeindepräsident Beat Siegrist (SP). Zumal eine Umfrage gezeigt habe, dass die Bevölkerung hinter diesem Entschluss stehe.

Provisorium möglich

Mit dem getroffenen Standortentscheid sind aber noch längst nicht alle Fragen geklärt: Denn die ganze Oberstufe nach Thunstetten zu holen, bedeutet, dass die Gemeinde zusätzlichen Schulraum schaffen muss. Die bestehende Infrastruktur im Byfang reicht bekanntlich nicht aus. Wie die baulichen Massnahmen genau aussehen könnten und welche Kosten damit verbunden wären, dazu hält sich die Gemeinde noch immer weitgehend bedeckt.

Gemeinderätin Christine Grogg (EVP) hatte im August davon gesprochen, dass eine bevorzugte Variante vorliege, die für die Gemeinde finanziell stemmbar wäre. Dies, nachdem die ersten Lösungsvorschläge letzten Herbst deutlich zu teuer waren. Beat Siegrist wiederum erklärt nun, dass auch die Kosten für die vorliegende Variante weiter gesenkt werden müssten. Zahlen nennt er aber keine.

Interessant: Während bisher immer von einem Neu- oder Anbau die Rede war, schliesst der Gemeindepräsident nun auch «eine einfache Lösung» mit einem Provisorium nicht aus. Diese Abklärungen seien Bestandteil der weiteren Projektplanung.

Am grundsätzlichen Fahrplan will man laut Beat Siegrist festhalten. Dieser sieht vor, den Kredit für den Bau neuer Infrastruktur im Frühling 2019 an die Urne zubringen. Sodass die neuen Räumlichkeiten womöglich bereits im Sommer 2021 bereitstünden.

swl

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