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Dreissigmal die Aarebrücke

Die Ausstellung «650 Jahre Aarebrücke» zeigt das Bauwerk aus den verschiedensten Perspektiven. Und manchmal auch gar nicht. Trotzdem ist auf jedem Bild die Ver­bundenheit der regionalen Künstler zur Brücke zu sehen.

«Sicht West» von Samuel Sommer.
«Sicht West» von Samuel Sommer.
Olaf Nörrenberg
«Unterwelt» von Roland Flück.
«Unterwelt» von Roland Flück.
Olaf Nörrenberg
Einblick in die Ausstellung im Gewölbekeller.
Einblick in die Ausstellung im Gewölbekeller.
Olaf Nörrenberg
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Gleich im Entree der Städtligalerie Wangen an der Aare wird man von einem Bild von Roland Flück in den Bann der Brücke des Aarestädtchens gezogen. Das grossformatige Werk des Solothurners trägt den Namen «Unterwelt» und lässt den Betrachter durch die eher ungewöhnlich gewählte Perspektive einen Blick unter die Brücke werfen.

Es weiss mit gekonnter Farbwahl und realistischem Stil zu überzeugen. Auch auf dem zweiten Werk Flücks, das den Namen «Down under» trägt, ist die Unterseite der Brücke zu sehen.

Letztes Wochenende feierten die Wangener das 650-jährige Bestehen ihrer Holzbrücke.An den Feierlichkeien beteiligt sich die Städtli­galerie mit einer Kunstausstellung. Während das Fest vorbei ist (siehe Kasten), sind in der Ausstellung noch an den nächsten beiden Wochenenden dreissig Werke von sechzehn Künstlern aus der Region ausgestellt.

Viele persönliche Bezüge

Alle Künstler haben bereits vorher einmal in der Städtligalerie ausgestellt, die meisten Bilder wurden aber eigens für die Jubiläumsausstellung gemalt, fotografiert, gezeichnet oder gedruckt. Jeder Künstler hat seinen persönlichen Bezug zur Wangener Holzbrücke ein bisschen anders verarbeitet. Für die Aus­stellung bedeutet das einen bunten Mix verschiedener Techniken, Perspektiven und Ansätze.

Sehr stimmig für das Motiv der Wangener Aarebrücke ist auch die Technik des Aquarellierens. Eine schöne Umsetzung sind die Bilder von Klaus Schranner aus Wabern. Seine Bilder sind technisch sehr hochstehend und stellen die Brücke in ein äusserst schmeichelhaftes Licht.

In vier Farben

Eine etwas gewagtere Technik wählt Jürg Lerch. Die Holzschnittdrucke des Rüttener Künstlers bilden die Wangener Holzbrücke, daneben ein Ruderboot, umgeben von Schwänen, in vier verschiedenen Farben ab. Von diesen Bildern stehen jeweils mehrere Exemplare zum Verkauf.

Auch die Fotografie kommt in der Ausstellung zum Zug. Samuel Sommer beispielsweise hat die Brücke mithilfe einer Drohne fotografiert. Rudolf Fankhauser aus Niederwangen hat seine Fotos der Brücke am Computer bearbeitet, sodass die Flächenstrukturen fast überall nahezu verschwinden und nur noch die Grobstruktur das Bild dominiert. Weiter wurde das Bild in einem warmen Gelborange eingefärbt, was die Vorstellung von warmen Sommertagen an der Aare heraufbeschwört.

Wie ein Sprung ins Wasser

Die Abkühlung nach diesem warmen Bild liefert dann «Wasserspiegelung» von Cornelia Schmid aus Spengelried. Das Ölbild ist in kühlen Blau- und Grüntönen gehalten und fängt das Gefühl eines erfrischenden Sprungs in die Aare wunderbar ein.

Gleich daneben hängt das zweite Werk der Künstlerin. «Ziegeldach» zeigt im Gegensatz zum ersten Bild die Brücke. Allerdings nicht in gewohnter Perspektive, sondern das Dach aus der Sicht eines Fussgängers.

Der einheimische Blick

Auch zwei Künstler auf Wangen selber sind an der Ausstellung beteiligt. Es sind Andreas Loosli mit einem Keramikrelief mit Acryl­finish und Priska von Gunten, ­deren kubistisch anmutendes Bild «Wangenbrücke» nicht nur im Original, sondern auch auf Karten, Tassen und Umhänge­taschen gedruckt erhältlich ist.

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr. Städtli­galerie, Gemeindehaus, Städtli 4, Wangen an der Aare. Noch bis zum 9. Juli.

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