Zum Hauptinhalt springen

Ein Dämpfer für die Melioration

Die Burger haben den Beitritt zur Bodenverbesserungs-Genossenschaft abgelehnt.

Nun ist es endgültig, die Gemeinde Thörigen entscheidet sich gegen den Beitritt zur Bodenverbesserungsgenossenschaft.
Nun ist es endgültig, die Gemeinde Thörigen entscheidet sich gegen den Beitritt zur Bodenverbesserungsgenossenschaft.
Google Maps

Dass die Gesamtmelioration bei den Burgern in Thörigen alles andere als unumstritten ist, das war bekannt. Spätestens nach der Versammlung vom letzten Februar: Mit 15 Ja- gegen 8 Nein-Stimmen (bei 2 Enthaltungen) hatte man zwar darauf verzichtet, gegen den Perimeterplan Einsprache einzulegen. Über das Projekt, das die Gemeinden Bleienbach, Thörigen und Bettenhausen betrifft, war zuvor jedoch kritisch und emotional diskutiert worden (wir berichteten).

Und nun ist das Kapitel endgültig abgeschlossen: An ihrer ordentlichen Versammlung diese Woche haben sich die Burger gegen einen Beitritt zur Bodenverbesserungsgenossenschaft entschieden. Das Ergebnis fiel mit 24 Nein- gegen 8 Ja-Stimmen (bei 7 Enthaltungen) deutlich aus. Burgergemeindepräsidentin Anita Howald weiss: Im Dorf war im Vorfeld offenbar stark mobilisiert worden. Unter den 39 anwesenden Stimmberechtigten hätten sich jedenfalls viele befunden, die sie vorher kaum je an einer Versammlung gesehen habe. Der Burgerrat selbst hatte keine Stimmempfehlung abgegeben.

Symbolwirkung?

Dass der Entscheid so ausgefallen ist, führt Anita Howald auf die ungewissen Kosten zurück. «Es kann uns niemand sagen, wie hoch diese letztlich ausfallen werden.» Dieser Umstand war schon an der vergangenen Versammlung auf Kritik gestossen. Auch die Aussage von Burgerrat Gad Günter, dass man, sollte die Melioration realisiert werden, über eine Reduktion des Bugernutzens nachdenken müsse, war damals nicht gut angekommen.

Die Burgergemeinde Thörigen mit ihren 34 Hektaren werde das Projekt alleine nicht zu Fall bringen, weiss Howald. «Allenfalls könnte der Entscheid aber eine Symbolwirkung haben.» Daran glaubt Urs Zumstein von der Steuerungsgruppe aber nicht. Der Entscheid sei zwar schade. «Die Melioration wird dadurch aber nicht aus den Angeln gehoben.» Der Gemeindepräsident von Bettenhausen ist überzeugt, dass es genügend Grundeigentümer gibt, die von der Wichtigkeit des Projekts überzeugt sind. Die Genossenschaft kommt zustande, wenn die Mehrheit der Grundbesitzer mit insgesamt mehr als der Hälfte der beteiligten Flächen zustimmt.

Gründung wohl im März

Die Burgergemeindeversammlung Bettenhausen hat bereits im Frühling beschlossen, dass sie beitreten will. In Bleienbach steht der Entscheid noch aus: Dieser soll an einer ausserordentlichen Versammlung gefällt werden, die aber erst stattfindet, wenn der Termin für die Gründungsversammlung feststeht. Vermutlich wird sie am 27. März über die Bühne gehen. Dieser Termin ist aber laut Zumstein noch nicht fix. Dies, weil immer noch eine Antwort der kantonalen Bodenverbesserungskommission aussteht, wie mit den Einsprachen gegen den Perimeterplan verfahren wird.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch