Zum Hauptinhalt springen

Eine Einfachhalle ohne Luxus

An einem Mitwirkungsanlass für das Projekt Neubau Turnhalle kamen die Wünsche und Bedürfnisse der Vereine, Parteien, Anwohner und der Schule zum Ausdruck.

So sehen die Pläne des Gemeinderates für die neue Turnhalle aus.
So sehen die Pläne des Gemeinderates für die neue Turnhalle aus.
Google Earth/BZ

Vor fünf Jahren wurde der Projektierungskredit für den Bau einer Mehrzweckhalle in Wynau an der Urne deutlich abgelehnt. Nun ist nicht eine Mehrzweckhalle, sondern der Neubau einer Turnhalle geplant.

Mit einbezogen in die Planung werden die Dorfvereine, Parteien, Anwohner und Lehrpersonen. Etwa 50 Personen nahmen am Dienstagabend an einem Mitwirkungsanlass teil. «Wir wollen wissen, was die Bedürfnisse sind. Was soll vorhanden sein, was braucht es nicht? Wir wollen das Projekt im Dorf breit abstützen», sagte Gemeinderat Peter Gerber, Leiter der Arbeitsgruppe für den Turnhallenbau.

«Wir müssen etwas machen. Die alte Halle ist nicht mehr geeignet für den Turnbetrieb.» Zudem steht die alte Halle, die auch erhebliche energetische und Sicherheitsmängel aufweist, unter Denkmalschutz und darf nicht vergrössert werden.

«Teuer, aber vertretbar»

Roger Gut, Geschäftsführer von Maj Architekten in Bern, die sich fast ausschliesslich mit Sportanlagen beschäftigen, informierte über die Grundlagen für die neue Turnhalle. «Die neue Turnhalle soll keine Konkurrenz zum bestehenden Gebäude sein», betonte Gut.

Bei der Machbarkeitsstudie sei der Standort ein wichtiger Bereich gewesen: «Eine Verlängerung zum bestehenden Schulhaus führt zu einer Innenhofbildung mit einem innen liegenden Pausenplatz.»

Der bestehende Holzbau soll versetzt und in der Nähe der Aussenanlage als Lagerraum genutzt werden. Die zweckmässige Halle ohne Luxus beinhaltet ein Basketball-, Volleyball- und Unihockeyfeld sowie Badmintonfelder. Die Kostenschätzung beträgt 4,8 Millionen Franken (inkl. mobiler Bühne).

«Die Kosten sind hoch – aber vertretbar. Eine solche Halle deckt die Bedürfnisse im Schulsport ab», erklärte Gut. «Der Neubau einer Turnhalle ist auch eine Chance für die alte Halle.» Vieles sei darin möglich: Altersturnen, Mukiturnen, Versammlungsraum oder ein Restaurationsbetrieb bei Turnfesten.

Ansprüche und Bedürfnisse

Nach den Informationen zur neuen und zur alten Turnhalle wandelte sich der Mitwirkungsanlass zu einem Workshop. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden die Ansprüche und Bedürfnisse an eine neue Turnhalle schriftlich festgehalten.

Gewünscht wird unter anderem, dass die neue Halle auch im Untergeschoss gut zugänglich ist, eine Kochgelegenheit besteht, die Warmwasseraufbereitung durch eine Solaranlage erfolgt oder ein getrennter Sportunterricht für Mädchen und Knaben möglich ist.

«Zusammenfassend kann ich sagen: Es muss für die Vereine im kulturellen Bereich und für den Sport funktionieren», hielt Roger Gut fest. Zum Ausdruck kam auch, dass in Wynau eine funktionelle, einfache und zahlbare Turnhalle gewünscht wird. Nun liege es an der Politik, eine Vorlage zu bringen, die das Volk genehmigen könne, so Gut.

«Die Arbeitsgruppe hat viele Inputs bekommen. Wir nehmen die Punkte auf und versuchen so vielen wie möglich Rechnung zu tragen», versprach Gemeinderat Peter Gerber. Nun werden die Grundlagen für die neue Halle angepasst, das Mitwirkungsergebnis in der Planung berücksichtigt, das Raumprogramm und das Vorgehen bei der alten Turnhalle bestimmt sowie eine zentrale neue Heizung geplant.

Bei einer allfälligen Zustimmung zu den Krediten durch die Stimmbürger und nach dem Baubewilligungsverfahren wäre der Wunsch, 2020/2021 mit dem Bau der neuen Turnhalle zu beginnen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch