Es führt kein Weg daran vorbei

Langenthal

Die Bützbergstrasse wird durch die Realisierung der Umfahrungsstrasse Aarwangen–Langenthal Nord deutlich stärker belastet als bisher.

Sie muss saniert werden: Die Kantonsstrasse zwischen dem Dreilindenweg und der SBB-Unterführung.

Sie muss saniert werden: Die Kantonsstrasse zwischen dem Dreilindenweg und der SBB-Unterführung.

(Bild: Thomas Peter)

Giannis Mavris

Die Lage ist eindeutig: Der Verkehr in und um Langenthal wird in Zukunft zunehmen. Die Frage ist nur, um wie viel und an welchen Stellen. Einen Teil des zusätzlichen Verkehrsaufkommens wird sicherlich die Bützbergstrasse abkriegen: Die neue Umfahrung wird den Verkehr nämlich in die Stadt verlagern. Der Abschnitt vom Dreilinden- bis zum Ammann-Kreisel wird einen grossen Teil davon tragen müssen.

Gemäss der Begleitinformation zur Mitwirkung der Verkehrssanierung passierten bereits 2012 jeden Tag 11'000 Autos den nördlichen Teil der Strasse, 16'000 den südlichen. Mit der Umfahrungsstrasse wird eine ­Zunahme auf 15'000 respektive 19'000 Autos täglich erwartet. Das ist beträchtlich. Selbst ohne die Realisierung der Umfahrungsstrasse wird jedoch mit bis zu tausend zusätzlichen Autos täglich gerechnet. Gemäss dem Bauvorhaben befindet sich die Kantonsstrasse aber bereits jetzt in schlechtem Zustand und muss ganzheitlich saniert werden.

Projekt wurde abgekoppelt

Vorgesehen sind die Sanierung und die Umgestaltung vom Dreilindenweg bis zur Unterführung der SBB nach dem Ammann-Kreisel auf einer Länge von knapp 750 Metern. Zentrale Änderung wird ein zwei Meter breiter Mehrzweckstreifen in der Strassenmitte auf fast der gesamten Länge sein. Dieser soll das Linksabbiegen vereinfachen und während der Spitzenstunden den Verkehr flüssiger gestalten. Zudem werden von der Zelgligasse bis zum Ammann-Kreisel auf beiden Seiten Radstreifen angelegt.

Ursprünglich war die Sanierung der Bützbergstrasse Bestandteil des Gesamtprojekts Verkehrssanierung Aarwangen–Langenthal Nord. Im Prozess der Planung wurde jedoch realisiert, dass sich ein Umbau auch unabhängig davon aufdrängen würde. Sie wurde deshalb abgekoppelt und als eigenständiges Projekt weitergeführt, wie Daniel Zoller vom Oberingenieurkreis IV des kantonalen Tiefbauamtes erklärt. Die Verbreiterung der Strasse wird auch mit Landerwerb einhergehen: Vorgesehen sind rund 1200 Quadratmeter privates Land. Nach dem Abschluss des Mitwirkungsverfahrens Ende Juni wird es an die ­Gestaltung des Strassenplanverfahrens gehen, wo auch allfällige Einsprachen erhoben werden können. Zoller schätzt, dass dieses im Herbst aufliegen wird.

Das Ziel sei es, Ende Jahr die Genehmigung zu haben und 2020 die Sanierung zu realisieren: Die Bützbergstrasse soll vor dem geplanten Baubeginn der Umfahrungsstrasse 2022 fertig sein.

Separater Radweg geplant

Die Kosten trägt komplett der Kanton – wie hoch diese sind, wird erst in einer späteren Projektphase ermittelt. Die Stadt wird einzig mit kleineren Arbeiten belastet: der Gestaltung der Kreisel, den Wartekabinen an den Bushaltestellen sowie den Einfallsachsen zu den Kreiseln. Parallel zum Projekt plant die Stadt auch einen separaten Radweg: Dieser soll über die Klus- und die Chasseralstrasse führen und in die Zürichstrasse münden.

Das Bauvorhaben liegt auf dem Stadtbauamt noch bis zum 29. Juni auf. Heute Montag findet zwischen 16 und 19 Uhr ein Auskunftsabend statt, anwesend sind neben Daniel Zoller auch Vertreter des Stadtbauamtes und des beauftragten Ingenieurbüros. Interessierte können sich am Auflageort über das Projekt informieren lassen.

Langenthaler Tagblatt

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