Kulturnacht ist nicht mehr wegzudenken

Langenthal

Einmal im Jahr bedanken sich fünf Kulturhäuser mit einem abendfüllenden Programm bei den Oberaargauern. Im vierzehnten Jahr seiner Existenz angelangt, hat sich die Langenthaler Kulturnacht fest etabliert.

Die Kulturbeauftragte Marianne Hauser Haupt freut sich auf die 14. Ausgabe der Kulturnacht.

Die Kulturbeauftragte Marianne Hauser Haupt freut sich auf die 14. Ausgabe der Kulturnacht.

(Bild: Thomas Peter)

Giannis Mavris

Einmal im Jahr die Nacht zum Tag verwandeln: Das Kunsthaus, das Museum, die Bibliothek, das Stadttheater und das Chrämerhuus öffnen am Freitag unentgeltlich ihre Tore und bieten gemeinsam ein durchmischtes Programm für die Oberaargauer an.

Ursprünglich wurde die Kulturnacht dazu initiiert, sich bei den Gemeinden der damaligen regionalen Kulturkonferenz (RKK) zu bedanken, die sich finanziell am kulturellen Angebot der Stadt beteiligten.

Im vierzehnten Jahr ihrer Existenz angelangt, hat sich die Kulturnacht im regionalen Kulturbetrieb fest etabliert.

Das zeigt sich auch am veränderten institutionellen Rahmen. Seit drei Jahren existiert der Gemeindeverband Kulturförderung Region Oberaargau, seit 2017 beteiligen sich an der finanziellen Unterstützung damit alle Kommunen des Verwaltungskreises.

46 Gemeinden sind somit nun eingegliedert – zuvor in der RKK waren es nur 16 umliegende Gemeinden von Langenthal. Damit kommen mehr finanzielle Mittel zusammen, aber auch mehr Verant­wortung.

Nicht ohne Spannungen

«Wir bemühen uns sehr bewusst darum, einen guten Kontakt zu den Gemeinden zu pflegen», sagt Marianne Hauser Haupt, Kulturbeauftragte der Stadt Langenthal. Deshalb wurden auch alle Behördenmitglieder zu einem Apéro vor dem Start der Kulturnacht eingeladen.

Bisher seien gut 50 Anmeldungen eingegangen, was doch Ausdruck eines regen Interesses sei, so Hauser.

Dass wie jedes Jahr alle Angebote der Kulturnacht kostenlos seien, sei ein Zeichen des Dankes an die Bürger der anderen Gemeinden, die sich solidarisch mit den Langenthaler Kulturhäusern zeigten.

Das Duo Strohmann-Kauz führt auf humorvolle Art durch die Geschichte und die Gegenwart der Hector Egger AG. Foto: Marcel Bieri

Ganz ohne Spannungen kam diese finanzielle Unterstützung aber nicht zustande. Der Anstieg der Gesamtsubventionen von 1,5 auf gut 2,1 Millionen Franken für die fünf Häuser war dabei nicht das Problem, sondern die angeprangerte Zentralisierung der Angebote.

So insbesondere bei der Bibliotheksfrage, bei der sich die Subzentren Huttwil und Herzogenbuchsee im Nachteil wähnten.

Schnupperprogramme

Probleme dieser Art liegen in der Natur der Sache, letztlich wurde ein Kompromiss erzielt, mit dem alle beteiligten Gemeinden leben konnten. Wie wichtig die Kulturnacht für die einzelnen Oberaargauer Kommunen ist, ist jedoch naturgemäss schwierig zu eruieren.

Das Angebot, das mit den unterschiedlichsten Schnupperprogrammen locke, sei bewusst breitgefächert, so Hauser. Ob jemand extra vom Jurasüdfuss an die Kulturnacht nach Langenthal komme, könne sie zwar nicht sagen.

Aber: «Man trifft dabei immer Leute, die nicht sehr häufig nach Langenthal kommen und die man in den jeweiligen Häusern eher nicht erwartet», sagt die Kulturbeauftragte.

Langenthaler Tagblatt

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