Kirche Geissberg: Archäologische Reste aufgetaucht

Langenthal

Die Ver­sammlung der reformierten Kirchgemeinde stand im Zeichen personeller Veränderungen und der Erneuerung der Kirche Geissberg.

Die archäologischen Reste wurden vom Bauprojekt nicht tangiert.

Die archäologischen Reste wurden vom Bauprojekt nicht tangiert.

(Bild: Thomas Peter)

Zuerst die erfreuliche Nachricht: Im reformierten Kirchgemeinderat von Langenthal konnte eine Vakanz beseitigt werden. An der Kirchgemeindeversammlung wurde Hans Moser als neues Mitglied vorgestellt. Er tritt damit die Nachfolge von Brigitte Berlincourt an. Mangels anderer Vorschläge galt er als still gewählt.

Die schlechte Nachricht: Es gibt bereits zwei neue Vakanzen: ­Heini Hasler wird das Gremium per Ende Jahr verlassen, und Christine Grossenbacher trat bereits Ende Mai aus gesundheitlichen Gründen zurück. Es müssen also nochmals neue Mitglieder gefunden werden.

Fündig wurde der Rat bereits für die Neubesetzung des Amtes von Finanzverwalterin Maja Christen, die im Juli pensioniert wird: Seit dem 1. Juni ist Hans ­Peter Wiedmer für die Finanzen zuständig. Der diplomierte Gemeindeschreiber wohnt mit seiner Familie in Ursenbach.

Mauerreste entdeckt

Neuigkeiten gab es auch bezüglich der Erneuerung der Kirche Geissberg. Heini Hasler informierte, dass der Archäologische Dienst Sondagen gemacht hat. Die Ergebnisse bestätigen, dass archäologische Schichten sowohl im Kirchenschiff als auch im Chor der Kirche in einer Tiefe von 35 Zentimetern unter dem heutigen Boden auftauchen.

An beiden untersuchten Orten sind es nicht Gräber, die ab diesem Niveau erscheinen, sondern Reste von Mauern, die vermutlich zu einer mittelalterlichen Kirche gehören. Da die archäologischen Reste jedoch vom geplanten Bauprojekt nicht tangiert wurden, sprachen sich Baukommission wie Denkmalpflege gegen unnötige Arbeiten im Boden aus. Die Funde werden in Ruhe gelassen.

Abstimmung am 10. Dezember

Hasler teilte mit, dass am 18. September eine Informationsver­anstaltung zur Erneuerung der Kirche stattfinden wird. Am 9. November beginnt die Aktenauflage, und am 10. Dezember entscheidet die Kirchgemeindeversammlung über das Projekt.

Die 34 anwesenden Stimm­berechtigten genehmigten die Rechnung einstimmig. Diese schliesst bei Ausgaben von rund 2,54 Millionen Franken mit einem Defizit von 31'100 Franken – dies bei Abschreibungen von 120'000 Franken.

pd/swl

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