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«Kleine Erlebnisse richten uns auf»

Martin Herzig stellt im Räberstöckli seine Landschaftsmalerei aus. Der Künstler verbringt gerne Zeit in der Natur. Mit den Bildern vermittelt er seine vielfältigen Eindrücke.

Martin Herzig fängt Stimmungen und Jahreszeiten ein und gibt sie in verschiedenen Stilen wieder.
Martin Herzig fängt Stimmungen und Jahreszeiten ein und gibt sie in verschiedenen Stilen wieder.
Daniel Fuchs

Die Räume des Räberstöckli sind derzeit von Blumen, Tieren, Wäldern und Dörfern erfüllt. Am Samstag wurde Martin Herzigs Ausstellung «Begegnung mit der Landschaft» eröffnet. Der 84-jährige ehemalige Lehrer liebt diese Begegnungen und lebt nach dem Motto: «Rausgehen kann man immer, man muss sich nur richtig anziehen.» So fängt er mit Pinsel, Öl- und Aquarellfarben die verschiedenen Momente, Stimmungen und Jahreszeiten ein. Oft auch in Bildfolgen, die ein Sujet im Wandel der Tages- oder Jahreszeiten zeigen. Denn die Landschaft ist für ihn, wie auch das Leben, ein Werden und Vergehen.

Viel weggelassen

Auf seinen Bildern will er aber nicht nur das zeigen, was man sieht, sondern auch das, was man spürt. So ist seine Kunst in letzter Zeit moderner und abstrakter geworden. «Ich habe mir das nicht vorgenommen, aber wenn man den eigentlichen Sinn zeigen will, dann muss man viel weglassen», sagt Herzig. Die Bilderfolge «Jahreszeiten – Lebenszeiten», die der Künstler erst kurz vor Ausstellungsbeginn vollendet hat, ist so ein modern-abstraktes Werk. Sie zeigt keine konkrete Landschaft mehr, sondern besteht nur aus Farbtupfern.

Doch auch für Freunde der klassischen Landschaftsmalerei ist unter den zahlreichen Öl- und Aquarellbildern etwas dabei. Herzig zeigt in seiner Ausstellung unterschiedliche Szenen wie Felder, Berge, Gewässer oder Wälder. In jedem Bild ist seine Liebe zur Natur spürbar. Oft sind auf einem Gemälde verschiedene Stilelemente zu finden. Das erzeugt eine Spannung und Dynamik, wie sie auch dem Sujet, der Landschaft, innewohnt. Auf mehreren Werken zu sehen: Niederbipp, das Heimatdorf des Künstlers, in dem er seit Kindertagen wohnt. Herzig ist sehr verwurzelt in seinem Dorf.

Einsatz für die Umwelt

Martin Herzig engagiert sich schon seit langer Zeit für die Natur: als Lehrer, indem er seinen Schülern die Wunder der Natur näherzubringen versucht, als Grossrat, als Jäger und Angler, als Vorstandsmitglied bei Pro Natura, als Buchautor und als Kunstmaler. Zeit in der Natur zu verbringen, findet Herzig enorm wichtig. «In der Begegnung mit der Landschaft kann der gestresste Mensch Ruhe, Kraft und Zuversicht für die täglichen Anforderungen finden», sagt er. «Kleine Erlebnisse wie ein Sonnenaufgang, die ersten Schneeflocken nach einer frostigen Nacht oder Regen nach langer Trockenheit richten uns auf.» Dieses Gefühl will Martin Herzig mit seiner Kunst vermitteln und gleichzeitig zeigen, dass es sich lohnt, Sorge zur Natur zu tragen.

Begegnung mit der Landschaft:bis 27. Mai im Räberstöckli, ­Dorfstrasse 15, Niederbipp.

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