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Knackpunkt Partys und ihre Folgen

Der Campus Perspektiven soll mehr Freiheiten erhalten. Zusätzlicher Rambazamba sei dabei nicht zu befürchten, beruhigten die Verantwort­lichen.

Lukas Zürcher, Co-Geschäftsführer des Campus Perspektiven.
Lukas Zürcher, Co-Geschäftsführer des Campus Perspektiven.
Marcel Bieri

Lukas Zürcher zeigte ein Bild mit Trachtenleuten und geschmückten Kühen. Es stammt von der Munitaufe für das Oberaargauische Schwingfest, das vom 18. bis 21. Mai im Campus Perspektiven geplant ist. «Ist das nun Sport oder nicht?», fragte der Co-Geschäftsführer am Informationsabend zur beabsichtigten Änderung der Zonenvorschriften in die Runde – und machte klar, dass er darüber in Zukunft nicht mehr diskutieren möchte.

Gegenwärtig allerdings muss er es, denn der Campus darf nur eine gewisse Anzahl nicht sport­licher Anlasstage durchführen. Wenn die Munitaufe eines Schwingfestes nicht als Sport durchgeht, muss sich der Campus diese an sein Kontingent anrechnen lassen. Mit Sport allein lasse sich der Campus jedoch nicht finanzieren, machten Zürcher und Liegenschaftsbesitzer Markus Bösiger deutlich. Das sei auch dem Huttwiler Gemeinderat klar, ergänzte Gemeindepräsident Walter Rohrbach (BDP). Eine Anpassung der Zonenvorschriften hat sich die Huttwiler Exekutive denn auch in ihrer Klausursitzung vorgenommen.

Drei Standbeine

Der Campus soll künftig seine drei Standbeine Sport, Bildung und Kultur ausbauen können. Diese Freiheiten wurden am von rund 50 Personen besuchten Informationsabend nicht bestritten. Für Sorgen und Ängste sorgen jedoch die Partys, die der Campus bereits heute im Rahmen seines Kontingentes organisiert. Gruppen alkoholisierter Jugendlicher seien trotz vorgeschriebener Patrouillen der Organisatoren auf dem Weg vom Campus zum Bahnhof nicht unter Kontrolle.

Ein Ausbau dieser Anlässe sei nicht geplant, hielt Lukas Zürcher dem entgegen. Mit der gegenwärtigen Zahl sei der Markt gesättigt. Zürcher betonte aber auch, dass es sein Ziel sei, Nebenwirkungen zu verhindern. Ebenfalls aus der Versammlung nahmen die Verantwortlichen mit auf den Weg, nicht nur den Weg zum Bahnhof zu überwachen, sondern auch den Schleichweg über das Schwarzenbach-Dörfli und Gommen.

Das letzte Wort hat jedoch ohnehin nicht der Gemeinderat. Die Änderung der Zonenbestimmungen ist Sache der Gemeindeversammlung. Diese ist am 5. Dezember geplant. Vorher kommt das Geschäft in eine Mitwirkung und eine öffentliche Auflage.

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